HOME

"Kalter Krieg" nach Polizeigewalt: New Yorks Cops proben den Aufstand

Dass New Yorks Bürgermeister Verständnis für Demonstrationen gegen Polizeigewalt hat, stößt den Cops im Big Apple übel auf. Sie betrauern Kollegen und wenden sich von ihrem Dienstherren ab.

Klares Statement: New Yorks Polizisten wenden ihrem Bürgermeister selbst bei Trauerfeiern den Rücken zu

Klares Statement: New Yorks Polizisten wenden ihrem Bürgermeister selbst bei Trauerfeiern den Rücken zu

New York's Finest" nennt sich die Polizei der US-Millionenmetropole - das Beste, was New York zu bieten hat. Die Beamten sind stolz auf sich und ihren Job und zeigen das bei jeder Gelegenheit. Aber jetzt fühlen sich viele der rund 50.000 Polizisten der Metropole in ihrem Stolz zutiefst verletzt - und zwar ausgerechnet von Bürgermeister. Die Trauerfeier für ihren erschossenen Kollegen Wenjian Liu, 32, am Sonntagabend nutzten viele Beamte zur demonstrativen Kritik an Bill de Blasio.

Der mit einer Afro-Amerikanerin verheiratete Bürgermeister hatte öffentlich Demonstrationen unterstützt, die Polizeigewalt gegen Schwarze anprangerten. Auch seinen Sohn Dante habe er im Umgang mit der Polizei trainieren müssen, sagte de Blasio vor der Presse - und handelte sich damit den Zorn seiner eigenen Polizeitruppe ein.

De Blasio mit "Blut an den Händen"

Vertreter der Polizeibehörde New York City Police Department (NYPD) geben ihm seitdem die Mitschuld an der Erschießung von Liu und einem Kollegen vor rund zwei Wochen. Als Motiv für die Tat eines Afro-Amerikaners wird Rache wegen der Polizeigewalt gegen Schwarze vermutet. Auch Bürgermeister de Blasio habe nun "Blut an seinen Händen", wetterte Polizeigewerkschaftschef Patrick Lynch.

Schon bei der Beisetzung eines der beiden Polizei-Opfer vor einer Woche kehrten die Ordnungshüter dem Stadtoberhaupt reihenweise den Rücken zu. Das Schauspiel wiederholte sich am Sonntag bei der der Trauerfeier für Liu - wenn auch nur noch einige Dutzend Polizisten ihren Unmut zur Schau stellten. Stattdessen setzten sich etliche demonstrativ von den Feierlichkeiten ab als de Blasio das Wort ergriff. Und das, obwohl Polizeichef William Bratton seine Beamten zuvor eindringlich ermahnt hatte, bei der Beisetzung "zu trauern und nicht zu grollen".

Unangekündigter Streik?

Neue Statistiken deuten jetzt eine eigenwillige Reaktion der Polizei an: unangekündigter Arbeitskampf. In der letzten Dezemberwoche 2014 - der Woche nach der Ermordung der beiden Polizisten - stellten die New Yorker Cops Medienberichten zufolge 94 Prozent weniger Verkehrsstrafzettel, 92 Prozent weniger Park-Knöllchen und 94 Prozent weniger Verwarnungen wegen Vergehens wie öffentlichem Urinieren aus als in derselben Woche 2013. Außerdem nahmen sie 84 Prozent weniger Menschen wegen Drogendelikten fest.

In den beiden besonders betroffenen Polizeibezirken - in dem die beiden Polizisten erschossen wurden, und in dem sie normalerweise patrouillieren - sind die Zahlen noch auffälliger: Wurden in der letzten Dezemberwoche 2013 noch 130 Menschen wegen eines Vergehens verwarnt, war es in der letzten Dezemberwoche 2014 genau einer. Auch bei der Silvesterparty mit rund einer Million Menschen auf dem Times Square wirkten die Kontrollen diesmal deutlich lascher als noch in den vergangenen Jahren. Hat die New Yorker Polizei die Arbeit eingestellt?

"Phase der Trauer"

Nein, beteuert der Polizeichef. Seine Truppe befände sich lediglich in einer "Phase der Trauer" und sei außerdem am Limit ihrer Kapazitäten: Nicht nur müssten die immer noch andauernden Demonstrationen gegen Polizeigewalt von Tausenden Polizisten überwacht werden, sondern nach den Morden müssten die Beamten jetzt auch sich selbst besser schützen. Da blieben nicht genügend Kapazitäten übrig für manche kleineren Vergehen. "Ich möchte aber deutlich machen, dass das keinen Einfluss auf die Sicherheit der Stadt hat."

Die gerade veröffentlichte Mordstatistik scheint Bratton recht zu geben: Im einst als Hochburg der Kriminalität berüchtigten New York gab es 2014 so wenige Morde wie nie zuvor seit Beginn der offiziellen Statistik. Knapp 25 Jahre nach dem Rekord-Jahr 1990 mit 2245 Morden konnte für 2014 mit 328 Morden ein Minus-Rekord vermeldet werden.

Krisenstimmung überdeckt Erfolge

Eigentlich ein Grund zur Freude für Bürgermeister und NYPD, aber in der aufgeheizten Krisenstimmung geht die Nachricht derzeit völlig unter. Stattdessen ist der Streit zwischen Stadtoberhaupt und Cops eskaliert und de Blasio in der wohl schwersten Krise seiner bisherigen Amtszeit. Bei mehreren Veranstaltungen buhten Polizisten den Bürgermeister aus. Auch ein erstes Krisentreffen brachte keine Annäherung. Die Lokalzeitung "New York Daily News" spricht schon vom "Kalten Krieg" zwischen Bürgermeister und Polizei.

"Polizisten haben auch Gefühle", verteidigte Gewerkschaftsvertreter Michael Palladino die Beamten. Aber nicht alle New Yorker stehen auf der Seite der NYPD. "Was die New Yorker von ihrer Polizei wollen ist einfach: 1. Nicht gegen die Verfassung verstoßen. 2. Keine unbewaffneten Menschen umbringen", schrieb die "New York Times". "Und dazu können wir jetzt noch hinzufügen: 3. Macht eure Arbeit."

Christina Horsten/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(