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Fahndungserfolg Vor 20 Jahren starb der kleine Nicky - jetzt hat die Polizei seinen mutmaßlichen Mörder gefasst

Gedenkstein für Nicky Verstappen
Gedenkstein für Nicky Verstappen: Der Elfjährige wurde vor 20 Jahren aus einem Sommercamp an der niederländisch-deutschen Grenze entführt und einen Tag später getötet.
© Marcel van Hoorn / AFP
Bei der Suche nach dem Mörder des elfjährigen Nicky Verstappen hat die Polizei 20 Jahre nach der Tat einen Verdächtigen gefasst. Moderne Technologie brachte die Fahnder auf die Spur von Jos B.

Vor 20 Jahren wurde der elfjährige Nicky Verstappen aus den Niederlanden an der deutschen Grenze ermordet, jetzt hat die Polizei seinen mutmaßlichen Mörder gefasst. Nach Angaben der niederländischen Polizei wurde der Mann am Sonntag in Spanien festgenommen. Es handele sich um den gesuchten 55-jährigen Jos B. Er werde an die Niederlande ausgeliefert.

Familie von Nicky Verstappen "sehr erleichtert"

Der Journalist und Sprecher der Familie des getöteten Jungen, Peter R. de Vries, schrieb bei Twitter, B. sei in der Nähe von Barcelona gefasst worden. Die Familie des Jungen sei "sehr erleichtert". "Es wird Gerechtigkeit geben", fügte er hinzu.

Die Polizei hatte erst am Mittwoch erklärt, in dem Fall einen Verdächtigen ermittelt zu haben und nach dem 55-Jährigen zu fahnden. Die Festnahme am Sonntag gelang nach Angaben der Ermittler mithilfe eines Zeugen, der den Mann in den vergangenen Tagen auf einem Foto in den Medien erkannt habe. Die Ermittler lobten die Zusammenarbeit mit der spanischen Polizei.

Moderne Technologie brachte Spur zu Jos B.

Jos B. soll den elfjährigen Nicky Verstappen im August 1998 sexuell missbraucht und dann ermordet haben. Das Kind war damals aus einem Sommercamp im Naturschutzgebiet Brunssummerheide an der deutschen Grenze entführt und einen Tag später getötet aufgefunden worden. Mithilfe von Spuren an der Leiche und modernen Technologien konnte erst 2008 ein DNA-Profil des Täters erstellt werden.

Weitere Fortschritte in dem Fall gab es dann in diesem April, als die Familie von Jos B. diesen als vermisst meldete. Der 55-Jährige tauchte demnach nicht wieder auf, nachdem er nach eigener Aussage zu einem Spaziergang in den Vogesen aufgebrochen war - in dem ostfranzösischen Gebirge besitzt er eine Hütte.

Dort sicherte die Polizei DNA-Spuren des Mannes, der früher bei den Pfadfindern arbeitete. Weil er 1998 als Zeuge in dem Mordfall aufgetreten war, glich die Polizei diese Spuren mit dem DNA-Profil des mutmaßlichen Täters ab - die Proben stimmten überein.

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mad AFP

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