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Deutsch-niederländische Grenzregion: Vor 20 Jahren starb der kleine Nicky – so will die Polizei jetzt den Mörder finden

Wer hat vor 20 Jahren den kleinen Nicky Verstappen getötet? Im niederländischen Grenzgebiet, dicht bei Aachen, hat jetzt ein Massengentest begonnen. Die Teilnehmer stehen voll hinter der Aktion – auch wenn sie zur Tatzeit noch Kinder waren.

Der Chef der Polizei Limburg, Joep Pattijn, vor einem Bild von Nicky Verstappen

Der Chef der Polizei Limburg, Joep Pattijn, stellt den Plan der Polizei im Fall Nicky Verstappen vor

DPA

Wer der Mörder des kleinen Nicky Verstappen ist, weiß die niederländische Polizei auch 20 Jahre nach dem Verbrechen nicht. Nun nimmt sie im Gebiet an der Grenze zu Deutschland – nicht weit von Aachen – einen neuen Anlauf, um ihn zu finden: Im niederländischen Landgraaf hat ein aufwendiger DNA-Massentest begonnen.

21.500 Männer zwischen 18 und 75 Jahren sind aufgerufen, freiwillig eine DNA-Probe abzugeben. Die Tests sollen bis Mitte März laufen. Die Proben werden mit der DNA-Spur eines unbekannten Mannes an der Kinderleiche abgeglichen.

Der elfjährige Junge war im August 1998 bei einer Ferienfreizeit aus einem Zeltlager im Grenzgebiet Brunssummerheide spurlos verschwunden – das niederländische Feriengebiet liegt nordwestlich von Aachen. Die Polizei fand die Leiche am nächsten Tag. Obwohl die Todesursache nicht eindeutig geklärt werden konnte, gehen die Ermittler von Mord aus.

Wer hat Nicky Verstappen getötet?

Die Polizei hat für die Abgabe von DNA-Tests sieben Abgabestellen eingerichtet. An einem der sieben Punkte, der alten Pferderennbahn in Heerlen, begrüßte der 27-Jährige Jim Wolzels die Polizeiaktion: "Klar hab' ich nichts zu befürchten, ich war ja damals erst sieben Jahre alt", er finde es "trotzdem gut, dass weiter gefahndet wird". "Ich hoffe, dass der Täter doch noch geschnappt wird – falls er noch lebt", sagt Marco Scalda (42).

Nach den Vermutungen der Polizei hat sich der Täter wohl in dem Naturschutzgebiet Brunssummerheide ausgekannt und könnte in einem Umkreis von fünf Kilometern gewohnt haben – also theoretisch auch auf deutschem Gebiet. Aber die niederländischen Ermittler sehen keine rechtliche Grundlage, um den Test auch auf deutsches Gebiet auszuweiten – also wird nur auf niederländischer Seite getestet.

Um die Chancen für einen neuen Ermittlungsansatz zu erhöhen, sucht die niederländische Polizei nun mit einer speziellen Methodik nach männlichen Verwandten des Mannes, der die Spur an Nicky hinterließ. Die Ermittler wollen mit der sogenannten DNA-Verwandtschaftsuntersuchung etwa einen möglichen Onkel oder Enkel des Täters identifizieren.

Größte, aber auch letzte Chance der Polizei

Die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer steigt den Angaben nach durch die größere Streubreite der Verwandtschaftsuntersuchung. Auch entfernte Verwandte oder Verwandte, die nach der Tat 1998 geboren wurden, haben in ihrer DNA Übereinstimmungen mit der DNA-Spur, die bei dem Opfer hinterlassen wurde.

Nach Einschätzung der Ermittler ist das die größte, aber auch die letzte Chance, den Tod von Nicky aufzuklären. Zur Zielgruppe gehören Männer, die im August 1998 in dem Untersuchungsgebiet lebten oder dort noch immer leben. Die Polizei in der Provinz Limburg betonte, dass die zum freiwilligen DNA-Test aufgerufenen Anwohner nicht selbst tatverdächtig seien. 

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wue / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?