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Nigeria: Boko Haram verschleppen 40 Jungs und junge Männer

Die radikal-islamische Gruppe Boko Haram hat offenbar erneut ein nigerianisches Dorf überfallen und junge Männer entführt. Jungs werden von den Islamisten verschleppt, um sie als Kämpfer einzusetzen.

Boko Haram kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Im April entführte die Gruppierung fast 300 Mädchen aus einer Schule. Die Entführung hatte weltweit für Entsetzen gesorgt.

Boko Haram kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Im April entführte die Gruppierung fast 300 Mädchen aus einer Schule. Die Entführung hatte weltweit für Entsetzen gesorgt.

Mutmaßliche Mitglieder der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram haben in Nigeria erneut Dutzende Menschen verschleppt. Bewohner eines entlegenen Dorfes im Nordosten sagten am Freitag, die Extremisten seien am Mittwochabend schwer bewaffnet in den Ort Malari eingerückt und hätten 40 Jungs und junge Männer mitgenommen, die meisten von ihnen zwischen 15 und 23 Jahren.

Boko Haram hat in den vergangenen Jahren häufig vor allem junge Menschen verschleppt. Jungs wurden Sicherheitsexperten zufolge als Kämpfer zwangsrekrutiert, Mädchen in die Sexsklaverei gezwungen. International schockierte insbesondere die Verschleppung von 200 Schülerinnen im April. Nach Angaben eines Mannes, der sich als Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau in einem Ende Oktober ausgestrahlten Video ausgab, wurden die Mädchen mit Kommandeuren der Sekte verheiratet. Die Eltern wollen sich an die Vereinten Nationen wenden, da sie nach eigenen Angaben keine Hoffnung mehr haben, dass die nigerianische Regierung die Kinder retten wird.

ivi/Reuters / Reuters
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