Nikolai H. Mutmaßlicher Holzklotzwerfer will Geständnis widerrufen


Der mutmaßliche Holzklotzmörder von Oldenburg will nach Medieninformationen sein Geständnis widerrufen. Die Verteidiger von Nikolai H. kritisierten, dass der Drogenabhängige unter Entzugserscheinungen verhört worden sei. Zudem seien Fehler bei der Sammlung von Beweismitteln gemacht worden.

Der mutmaßliche Täter im Fall der tödlichen Holzklotz-Attacke von Oldenburg will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" in der kommenden Woche sein Geständnis widerrufen. Der Verdächtige Nikolai H. sei im Mai nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge vernommen worden, sagten seine Anwälte Matthias Koch und Andreas Schulz der Vorabmeldung zufolge. Zudem sei der Drogenabhängige unter Entzugserscheinungen verhört worden. Die Ersatzdroge Methadon sei erst nach dem Geständnis verabreicht worden. Ein Arzt sei zu spät konsultiert worden.

Die Anwälte kritisierten laut "Focus" auch die Sicherung von Beweismitteln. So seien Bodenproben mehrfach umgetütet und damit Asservate verändert worden. Nikolai H. hatte den tödlichen Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg im Mai gestanden. Er sitzt wegen heimtückischen Mordes und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Untersuchungshaft. Der Verdächtige wohnte wenige Kilometer vom Tatort entfernt, brachte den Klotz nach eigener Aussage von seinem Grundstück mit dem Fahrrad auf die Autobahnbrücke und warf ihn aus Frust herunter. Bei der Tat im März wurde eine 33-jährige Mutter erschlagen.

DPA/AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker