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#NoNotruf: Wegen solch seltsamer Dinge wählen Menschen den Notruf

Weil ihre Heizdecke kaputt ist oder ihr Internet nicht funktioniert: Auf Twitter dokumentiert die Berliner Polizei, warum die Menschen die 110 wählen.

Nicht alle Anrufe unter 110 sind ein Notruf

Die Berliner Polizei hat am Montag eine Internet-Kampagne gegen den Missbrauch der telefonischen Notrufnummer 110 gestartet

1,3 Millionen Anrufe gehen jedes Jahr bei der Einsatzleitzentrale der Berliner Polizei ein. Alle Anrufer denken von sich, dass sie und ihr Anliegen ein Notfall sind. Doch leider schleichen sich unter die vielen wirklich wichtigen und drängenden Anrufe, auch solche, die alles andere als drängend sind – und oft überhaupt kein Thema für die Polizei, sondern rein private Angelegenheiten betreffen.

Um dafür zu sensibilisieren, die Notrufnummer auch wirklich nur im Notfall zu wählen, hat die Berliner Polizei auf Twitter die Aktion #NoNotruf gestartet. Sie veröffentlicht seit heute bis zum Ende der Woche all die Notrufe, die bei der Einsatzleitzentrale eingehen, obwohl sie gar kein wirklicher Notfall sind. Durch solche Anrufe geht der Polizei immer wieder wichtige Zeit verloren, die die Beamten dringend für ihre eigentlichen Aufgaben bräuchten. Schließlich will niemand, der sich einem echten Notfall gegenübersieht, erst einmal in der Warteschleife landen. Um die 20 Prozent der Anrufe bei der 110 sind nach Schätzungen der Berliner Polizei gar kein Notfall.

Doch die Polizei dokumentiert nicht nur die falschen Notrufe, sondern erläutert bei Nachfragen, die vielleicht kein Notruf aber doch Sache der Polizei sind, welches die richtige Nummer gewesen wäre. Denn schließlich wollen die Berliner Beamten mit ihrer Aktion nicht dafür sorgen, dass sich niemand mehr an die Polizei wendet, sondern dass keine unnötigen Anrufe die Notruf-Hotline verstopfen.


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