HOME

Nord-Mexiko: Abgeschlagene Köpfe im Kühlschrank

Ciudad Juárez ist eine berüchtigte Stadt im Norden Mexikos. Daher gibt es nicht viel Hoffnung, wenn dort Menschen vermisst werden. Auch in einem aktuellen Fall gab es ein schreckliches Ende. Mehrere Polizisten wurden in den vergangenen Tagen entführt. Der Blick in einen Kühlschrank versetzte den Ermittlern einen Schock.

In dem von einem blutigen Bandenkrieg um den Drogenhandel heimgesuchten Norden Mexikos an der Grenze zu den USA sind in einem Kühlschrank drei Köpfe gefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Ciudad Juárez am Dienstag mitteilte, handelt es sich um drei Männerköpfe. Die Identität der Toten sei noch nicht klar.

Allerdings war in einem Kanal in der Nähe von der Polizei eine kopflose Leiche gefunden worden. Nach Angaben der Behörden handelte es sich bei dem Opfer um einen von sechs Polizisten, die am Wochenende entführt worden waren. Die Köpfe von vier der Entführten waren schon zuvor entdeckt worden. In Mexiko wurden im vergangenen Jahr mehr als 5800 Bandenmorde registriert.

Die Stadt Ciudad Juárez, direkt an der Grenze zu den USA gelegen, hat wegen anhaltender Gewalt traurige Berühmtheit erlangt. Neben Bandenkriegen im Drogenmilieu machte eine mysteriöse Serie von Frauenmorden weltweit Schlagzeilen. Über Jahre hinweg wurden junge Frauen entführt und ermordet. Nicht weniger als 370 Leichen wurden entdeckt, zwischen 400 bis 600 Frauen werden weiterhin vermisst. Aufgeklärt ist die Mordserie nicht, es gibt auch den Verdacht, dass die Polizei selber verstrickt sein könnte. Die Mordserie von Ciudad Juárez war auch Thema des Kino-Films "Bordertown" mit Jennifer Lopez und Antonio Banderas in den Hauptrollen.

AP/dho / AP