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NSU-Prozess in München: Zeuge beschreibt Böhnhardt als lustig, clever - und brutal

Der mutmaßliche NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt begann seine kriminelle Karriere in einer Jugendbande in Jena, die auch Waffen gehabt haben soll. Vor Gericht redet ein Zeuge, der die Bande kannte.

Das Fahndungsbild des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt

Das Fahndungsbild des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt

In der Jugendbande des mutmaßlichen NSU-Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt sind nach Angaben eines Zeugen schon Anfang der neunziger Jahre Waffen kursiert.

Böhnhardt und andere Mitglieder hätten über die Kleidung ihre rechtsextreme Gesinnung offen gezeigt, sagte der Mann vor dem Oberlandesgericht München. Die Bande in Jena habe viele Straftaten begangen, darunter Autodiebstähle und Einbrüche.

Böhnhardt bildete später zusammen mit Beate Zschäpe und Uwe Mundlos den "Nationalsozialistischen Untergrund". Zschäpe ist als einzige Überlebende des Trios zusammen mit vier Helfern wegen zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen angeklagt.

Böhnhardt konnte "ruck zuck" aggressiv werden

Der Zeuge sagte, er habe damals im Haus eines der Cliquenmitglieder "zwei oder drei" Revolver oder Pistolen gesehen. Über die Herkunft der Waffen habe er nichts gewusst. Er erinnere sich allerdings daran, dass es in der Szene in Jena einen Mann mit dem Spitznamen "Papst" gegeben habe. Er wisse noch, dass "der Papst" zwei Rottweiler und einen kahlgeschorenen, tätowierten Schädel gehabt habe. Er sei dafür bekanntgewesen, dass man bei ihm "alles" bekommen könne.

Böhnhardt bezeichnete der Zeuge als "lustig", er habe ihn aber auch gefürchtet, denn dieser habe "ruck zuck" die Stimmung wechseln und sehr aggressiv werden können. Bei Raubzügen sei er sehr planvoll und "clever" vorgegangen. So habe er nie ein Auto spontan geknackt, wenn es ihm gefiel, sondern immer zuerst sorgfältig die Umgebung beobachtet.

"Bis heute nicht verarbeitet"

Über Böhnhardts damalige politische Gesinnung wisse er nicht viel, sagte der Zeuge. Böhnhardt habe aber Springerstiefel, Glatze und Bomberjacke getragen. Andere Mitglieder der Clique seien eindeutig rechtsradikal gewesen. Er habe auch Hakenkreuz-Grafitti an Wänden und rechtsradikale Flaggen gesehen.

Der Zeuge schilderte auch sein eigenes Schicksal. Von älteren Mitgliedern der Clique sei er immer wieder teils brutal verprügelt worden. Während eines Krankenhausaufenthalts hätten immer wieder Mitglieder seiner Clique nach ihm gefragt. Seine Familie habe gefürchtet, er könne zu viel wissen und Opfer von Rache werden. Die Familie habe darum verbreitet, er sei im Krankenhaus gestorben.

Seit dieser Zeit lebe er nicht mehr in Jena und sei auch nie wieder dorthin zurückgekehrt. Er habe diese Zeit bis heute nicht verarbeitet und sei nach wie vor in Behandlung.

kis/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.