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NSU-Prozess: Zeugin belastet Zschäpe: "Wir hatten Blickkontakt"

Es ist wohl eine der wichtigsten Aussagen im NSU-Prozess: Eine Zeugin hat vor Gericht bestätigt, die Angeklagte Beate Zschäpe vor einem NSU-Mord in Tatortnähe gesehen zu haben. Zweifel bleiben aber.

Im Münchner NSU-Prozess hat eine Zeugin am Montag detailliert geschildert, wie sie 2006 die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe kurz vor einem NSU-Mord in Dortmund gesehen haben will. "Wir hatten Blickkontakt", sagte die 63-Jährige. Die Aussage ist deshalb von Bedeutung, weil die Ermittler bislang keine Hinweise darauf hatten, dass Zschäpe sich bei der NSU-Mordserie in Tatortnähe aufgehalten haben könnte.

Die Schilderung der Zeugin Veronika A. bezieht sich auf die Tage unmittelbar vor den beiden letzten Morden, die dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeschrieben werden. Bei diesen Taten wurden im April 2006 Mehmet Kubasik in Dortmund und Halit Yozgat in Kassel getötet.

Beobachtungen mit dem Fernrohr

Die mittlerweile nicht mehr in Dortmund lebende Zeugin sagte, sie habe sich an einem der ersten Apriltage 2006 im Dachgeschoss ihres Hauses am Fenster befunden. Sie habe damals zunächst mit bloßen Augen, danach mit einem Fernrohr aus dem Dachfenster auf das Nachbargrundstück geguckt. Sie habe "drei schwarz gekleidete Menschen, zwei Männer und eine Frau" gesehen. Daneben habe ein Skinhead gestanden und "wie ein kleiner Feldherr" sein Grundstück gezeigt.

Die Zeugin sagte, nach dem Auffliegen des NSU habe sie in den drei schwarz gekleideten Menschen das NSU-Trio wiedererkannt. Die Zeugin schilderte dabei präzise, wie sie Zschäpe gesehen habe. Diese habe auf dem Grundstück ihre Hand auf eine Schaufel gelegt. Sie habe dann ihr Dachfenster geöffnet, weil sie nicht heimlich Nachbarn beobachten wollte, sondern ihr Gesicht zeigen wollte. In dem Moment habe Zschäpe sie erspäht. "Sie hat nicht ihr Gesicht abgewendet, sondern sie hat etwas zur Seite gesprochen." Danach hätten Zschäpe und die Männer zu ihr hoch geguckt und seinen "sehr schnell verschwunden".

Handelt es sich um eine Verwechslung?

Die Zeugin gab an, über diese Beobachtung damals nur mit ihrem späteren Mann gesprochen zu haben. Nach dem Auffliegen des NSU habe sie sehr mit sich gerungen, sich dann aber entschieden, nicht zur Polizei gehen zu wollen. Als sie im Juni in einem Bericht zum NSU-Prozess von einem Kontakt Zschäpes mit einem inhaftierten Dortmunder Neonazi gelesen habe, habe sie für sich festgestellt, jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, wo sie ihr Wissen mitteilen müsse. Sie habe sich dann direkt an einen Nebenklageanwalt gewandt.

Ob die Schilderungen der Frau zutreffend sind, ist einem Medienbericht zufolge umstritten. Nach Recherchen des SWR gab der von der Frau als Skinhead beschriebene Mann an, dass damals seine heutige Frau auf dem Grundstück gewesen sei. Diese sehe Zschäpe sehr ähnlich. Womöglich könnte dem Bericht zufolge eine Verwechslung vorgelegen haben.

dho/AFP/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.