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NSU-Prozess: Zeugin spricht über mutmaßliche Zschäpe-Attacke

Wurde Beate Zschäpe einmal gewalttätig? Das soll im Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied geklärt werden. Die Frau, die nach eigenen Angaben Opfer des Angriffs war, sagte nun aus.

Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München

Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München

Im NSU-Prozess hat eine Frau aus Jena ausgesagt, die nach eigenen Angaben 1996 von der Hauptangeklagten Beate Zschäpe gewaltsam attackiert wurde. Dass es sich bei der Täterin um Zschäpe handele, habe sie aber erst erfahren, nachdem das NSU-Trio im November 2011 aufgeflogen war, sagte die Zeugin am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München. Auf Fotos habe sie sie erkannt.

Nach dem Besuch eines Volksfestes in Jena sei sie 1996 mit einer Freundin in der Straßenbahn heimgefahren, berichtete die 33 Jahre alte Frau. Auf dem Sitz gegenüber habe die spätere Angreiferin Platz genommen und "hat mich angestarrt". An der Endhaltestelle in Jena-Winzerla seien alle ausgestiegen. Die Täterin habe sie nach ein paar Metern eingeholt und angesprochen, weil sie sich beleidigt fühlte. Dann habe sie sie geschubst, auf den Boden geworfen und sich am Boden auf sie gesetzt.

Zschäpe war im Januar 1998 mit ihren Gefährten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt untergetaucht. Das Trio soll für zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge verantwortlich sein. Das Motiv war nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft Fremdenhass und Hass auf den Staat.

she/DPA / DPA
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