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Mutmaßliche NSU-Terroristin: Ende der Einzelhaft für Beate Zschäpe

Laut einem Medienbericht muss die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe nicht mehr länger in Einzelhaft bleiben. Zschäpe hatte die Hafterleichterung bereits Ende Oktober beantragt.

Zschäpe ist seit mehr als eineinhalb Jahren wegen der Mordserie der Terrorgruppe NSU vor Gericht

Zschäpe ist seit mehr als eineinhalb Jahren wegen der Mordserie der Terrorgruppe NSU vor Gericht

Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss nach einem Bericht des "Focus" nicht mehr länger in Einzelhaft bleiben. Das Oberlandesgericht München habe in einem Beschluss vom 4. November die Haftbedingungen entsprechend gelockert, berichtete das Magazin. Die gemeinsame Unterbringung mit einer anderen Gefangenen sei "zulässig" und führe "zu keiner Gefährdung der Untersuchungshaftzwecke", zitierte "Focus" aus dem Beschluss. Beim Gericht war am Sonntag dazu keine Stellungnahme zu erhalten. Zschäpe-Anwalt Wolfgang Stahl bestätigte der Deutschen Presse-Agentur jedoch den Magazin-Bericht.

Zschäpe, die seit mehr als eineinhalb Jahren wegen der Mordserie der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) in München vor Gericht steht, habe die Hafterleichterung Ende Oktober beantragt, schreibt das Magazin weiter. Das Oberlandesgericht habe dafür nun grünes Licht gegeben und damit einen anderslautenden Beschluss des Bundesgerichtshofs von 2011 geändert. Die Münchner Richter hätten allerdings zur Bedingung gemacht, dass Zschäpes künftige Mitbewohnerin keiner terroristischen Tat verdächtigt werde.

amt/DPA / DPA