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Nürnberg: Polizei erhält mysteriöse Mordhinweise

Bei der Polizei in Bielefeld und Nürnberg sind vier mysteriöse Briefe eingegangen. Sie geben Hinweise auf Morde, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen.

Die vier Briefe mit den Mordhinweisen sind nur scheinbar von verschiedenen Personen geschrieben worden

Die vier Briefe mit den Mordhinweisen sind nur scheinbar von verschiedenen Personen geschrieben worden

Vier anonyme Briefe haben der Kriminalpolizei in Nürnberg und Bielefeld Hinweise auf zwei Mordfälle gegeben, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Wie die Polizei in Nürnberg mitteilte, handelt es sich bei den Mordopfern um ein 13-jähriges Mädchen aus der Nähe von Bielefeld und um die im Februar 1970 aus Nürnberg verschwundene, damals 29 Jahre alte Heiderose Berchner.

Die Polizei geht davon aus, dass alle vier Briefe von demselben Mann stammen. Obwohl sie dem Inhalt nach vorgeben, von unterschiedlichen Personen geschrieben worden zu sein, habe sich durch spurentechnische Untersuchungen der Verdacht erhärtet, dass alle vom Täter stammen.

Versuch, das Gewissen zu erleichtern

Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe. Der Mann sei heute vermutlich über 64 Jahre alt und lebe im Saarland. Es sei möglich, dass der Mann inzwischen erkrankt sei. Offensichtlich wolle er sein Gewissen erleichtern, habe aber Angst vor einer Entdeckung. Eine Zeit lang war sein Lebensmittelpunkt vermutlich Nürnberg.

Die Leiche der 29-jährigen Heiderose Berchner war Anfang März 1970 in Ulm entdeckt worden. Die damals 13-jährige Lydia Schürmann aus Rheda-Wiedenbrück wurde im August 1962 tot in einer Wald- und Heidelandschaft in der Nähe von Bielefeld gefunden. Das Mädchen hatte nach einem Streit mit ihren Eltern ihr Zuhause verlassen und war anschließend per Anhalter unterwegs.

DPA / DPA
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