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38-Jähriger festgenommen: Nürnberger Messer-Attentäter: Das weiß man über den mutmaßlichen Täter

Ein DNA-Abgleich brachte den Erfolg: Nach den Messerattacken von Nürnberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Für Sonntag ist eine Pressekonferenz angekündigt, einige Details sind schon vorab bekannt.

Nürnberg

Einer der Tatorte im Nürnberger Stadtteil St. Johannis

DPA

Nach den teils lebensgefährlichen Angriffen auf drei Frauen in Nürnberg ist ein Tatverdächtiger gefasst. Die Ermittler nahmen den 38-Jährigen am Samstag fest. Zwei Tage nach den Taten waren sie ihm über einen DNA-Abgleich auf die Spur gekommen. Weil alle Opfer auf dem Nachhauseweg von den Angriffen völlig überrascht wurden, geht die Anklagebehörde in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus. Das Motiv ist aber unklar. Einzelheiten zu dem Fall will Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntagmittag bei einer Pressekonferenz in Nürnberg gemeinsam mit Vertretern von Polizei und Staatsanwaltschaft bekanntgeben.

Ein 38-jähriger Deutscher aus Berlin

Einige Details gab die Polizei aber schon am Samstag bekannt. Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen Deutschen. Er soll seine Opfer nicht gekannt haben. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei laut "Süddeutscher Zeitung" aus. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks und der "Bild" soll der Verdächtige aus Berlin kommen.

Nürnberg

Einer der Tatorte im Nürnberger Stadtteil St. Johannis

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Die "Bild" berichtet auch aus Ermittlerkreisen, dass der Mann bereits vor der Tat "kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten" sei. So soll er am Tattag vor den Messerattacken eine Anzeige wegen Ladendiebstahls erhalten haben, weil er ein Messer und Nahrung gestohlen habe. Laut Bild haben die Ermittler wohl auch die Tatwaffe gefunden - ein Messer mit DNA-Spuren des Täters und der Opfer.

Opfer sind außer Lebensgefahr

Der Tatverdächtige soll drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren am Donnerstagabend in kurzen Abständen binnen drei Stunden niedergestochen haben. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Frauen erlitten Verletzungen am Oberkörper und sie mussten notoperiert werden. Sie sind aber inzwischen außer Lebensgefahr und konnten vernommen werden. Die Beschreibung der Opfer passe in großen Teilen auf den nun Festgenommenen, hieß es von der Polizei.

Zur Aufklärung der Tat war eine Sonderkommission mit 40 Beamten eingerichtet worden. Auch sogenannte Profiler wurden dafür eingeschaltet. Diese Fallanalytiker erstellen anhand der Begehungsweise der Taten ein Profil des Täters. Der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger hatte am Freitag davon gesprochen, dass man "einige Personen im Fokus" habe.  Die Ermittler waren rasch davon ausgegangen, dass es sich in allen Fällen um denselben Täter handelte. Der geringe zeitliche und örtliche Abstand und das immer gleiche Vorgehen hatte diese Vermutung gestärkt; später wiesen auch die Täterbeschreibungen der drei Frauen in diese Richtung. Im Stadtteil St. Johannis, wo die Tatorte lagen, hatten die Angriffe neben Entsetzen bei einigen auch Verunsicherung ausgelöst.

bak / DPA
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