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Oberpfalz: Mann soll todkranke Ex-Frau erschossen haben

Sie hatte ohnehin nur noch ein paar Wochen zu leben: Ein Mann soll in der Oberpfalz seine todkranke Ex-Frau getötet haben. Der Angeklagte behauptet: Sie hätte die Waffe gegen sich gerichtet.

Mit drei Kopfschüssen soll der 64-jährige Angeklagte seine todkranke Ex-Frau erschossen haben

Mit drei Kopfschüssen soll der 64-jährige Angeklagte seine todkranke Ex-Frau erschossen haben

Mit drei Kopfschüssen soll ein 64-Jähriger in der Oberpfalz seine todkranke Ex-Frau erschossen haben. Wegen Totschlags muss sich der Mann nun vor dem Landgericht Weiden verantworten.

Laut Anklageschrift hatte er der sterbenskranken 61-Jährigen am 4. Oktober 2013 mit einer Pistole in die Schläfe geschossen. Anschließend soll er ihr mit einer anderen Waffe in den Nacken gefeuert haben.

Der Angeklagte gibt dagegen zu seiner Verteidigung an, dass die Frau den ersten Schuss abgegeben habe. Laut Gutachten war dies jedoch unmöglich.

Frau hatte nur noch wenige Wochen zu leben

Das Paar hatte trotz der Scheidung in Weiden zusammengelebt. Die Frau litt unter fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs und hatte nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten.

Nach der Tat sei der Angeklagte mit 175.000 Euro, Goldmünzen und anderen Wertsachen nach München gefahren und habe sich mit der Nichte seiner Ex-Frau getroffen, die als Alleinerbin eingesetzt war. Ihr habe er mitgeteilt, dass seine Ex-Frau sich selbst erschossen habe. Zur Übergabe der Wertsachen und des Geldes kam es nicht. Kurz darauf wurde der 64-Jährige festgenommen.

jen/DPA / DPA
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