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Öffentliche Gefahr: Berliner Säurealarm-Durcheinander

Erst machte die Nachricht von einem Anschlag mit kreuzgefährlicher Flusssäure am Alexanderplatz die Runde. Dann gab die Polizei Entwarnung. Zu früh, wie sich Stunden später herausstellte.

Selbst wer als absoluter Laie in Sachen Chemie den Wikipedia-Eintrag über Flusssäure liest, ahnt, wie gefährlich das Zeug für Menschen werden kann. "Flusssäure wird zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt", heißt es da. Als weiteres Anwendungsgebiet wird "Veredelung von Benzinen" angegeben. Die Säure wird auch als "Rostentferner für Textilien" eingesetzt - und zwar in einer stark verwässerten Lösung. Und: "Sie greift Glas stark an (Glasätzen) und wirkt stark ätzend auf die Haut, die Schleimhäute und die Bindehaut der Augen."

Schon bei der kleinsten Berührung besteht Lebensgefahr. Die Säure hinterlässt keine Gewebeschäden, dringt aber - äußerlich nicht unbedingt erkennbar - bis in die Knochen. Leber- und Nierenversagen drohen. Die Uni Kassel verweist auf die Heimtücke der Flüssigkeit: Die Symptome treten mitunter erst Stunden nach der Einwirkung auf. Kein Wunder also, dass manchen Berliner die Angst durch alle Glieder fuhr, als er am Dienstagmorgen von einem Anschlag mit Flusssäure am Alexanderplatz hörte.

Der Alex, wie die Hauptstädter das Forum einen Steinwurf vom Fernsehturm entfernt nennen, ist so etwas wie das Herz Berlins, zumindest des Ostteils. Dort verkehren Busse, U-, S- und Straßenbahnen diverser Linien. Tag für Tag tummeln sich Zehntausende Touristen, Pendler und Shopping-Hungrige. Auch wenn der Alex ein Tummelplatz von Taschendieben ist und manch schreckliche Gewalttat erlebte, so gilt der Ort als sicher. Kaum jemand denkt an etwas Böses, schon gar nicht, wenn er in seine Arbeit vertieft ist. So auch die zwei Mitarbeiter der in der ganzen Stadt tätigen Werbefirma Wall, als sie am Dienstagmorgen mitten im frühen Berufsverkehr an einer Haltestelle des Alexanderplatzes beim Austauschen von Plakaten an einer Scheibe milchig-weiße Kratzspuren entdeckten. Kurz danach klagten der 28- und der 62-Jährige über Atemwegsprobleme und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Ein Mädchen griff in die Säure

Polizei und Feuerwehr griffen sofort ein, sperrten weite Teile des Geländes sowie sechs Bus- und Straßenbahnstationen. Zwei Glasscheiben wurden ausgetauscht, weil sich der Flusssäure-Verdacht nach erster Feststellung der Ermittler nicht bestätigte. "Auch bei weiteren Wartehäuschen in der Umgebung konnten keine verdachtserregenden Spuren gefunden werden, so dass der Einsatz gegen 9 Uhr 30 beendet wurde", teilten die Ordnungshüter mit. Bei einem Schnelltest sei festgestellt worden, dass die fraglichen Kratzspuren "Altreste" früherer Beschädigungen seien. Die Nachrichtenagenturen verkündeten sogleich einen "Fehlalarm". Die Bevölkerung nahm die Meldung über die "Entwarnung" mit Erleichterung auf.

Kurz vor Mittag meldete sich die Mutter einer Zwölfjährigen, die über Schmerzen am Arm klagte. Ein Medizin-Check offenbarte, dass sich die Schülerin eine Vergiftung zugezogen hatte. Nach den Ärzten untersuchte die Polizei den Fall. Dabei kam heraus, dass das Mädchen am Morgen "an einer Bushaltestelle an der Marienkirche in eine auf der Sitzbank befindliche Flüssigkeit gegriffen hatte", wie es im Polizeideutsch heißt. Die Station befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Alexanderplatz, rund 600 Meter entfernt von jenem Wartehäuschen, an dem die Mitarbeiter der Werbefirma Wall ihre Arbeit wegen Atembeschwerden beenden mussten.

Am Dienstag gegen 16.00 Uhr musste sich die Polizei schließlich korrigieren. Tests im kriminaltechnischen Labor ergaben, dass die Ermittler verfrüht Entwarnung gegeben hatten. Wenn auch nicht die Sitzflächen, so waren die Glasscheiben beider betroffener Haltestellen mit Flusssäure kontaminiert. Stundenlang blieb somit unklar, welche Gefahren von den verdächtigen Substanzen ausgingen. Betroffene Haltestellen waren für den Publikumsverkehr offen. Zum Glück: Weitere Opfer wurden bisher nicht bekannt. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen Freisetzens von Giften, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Einschlägige Erfahrungen hat sie schon. Die Graffiti-Szene nutzt die gefährliche Säure, um Tags, also persönliche Zeichen eines Sprayers, in Glasscheiben zu ätzen - vorzugsweise an Haltestellen. Im Sommer 2007 gab es in Berlin eine ganze Serie solcher Attacken, immer wieder musste Säurealarm ausgelöst werden. Unter Graffiti-Aktivisten ist der Einsatz der Säure heftig umstritten, die deutliche Mehrheit lehnt es strikt ab. Sie argumentiert: Graffiti macht die Welt schöner und zerstört nicht, schon gar nicht die Gesundheit Unbeteiligter.

tso
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CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.