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Oerlinghausen: 21-Jähriger gesteht Mord an Freundin - und behauptet, sie habe es so gewollt

Der Mordfall um eine getötete 31-Jährige aus Oerlinghausen scheint aufgeklärt, ihr 21 Jahre alter Freund hat gestanden. Nun soll er behauptet haben, seiner Freundin nur einen sehnsüchtigen Wunsch erfüllt zu haben.

Polizeieinsatz (Symbolbild)

Polizeieinsatz (Symbolbild)

Monatelang galt Julia R. als vermisst. Die 31-Jährige verschwand in der Nacht auf den 21. Juni, seither fehlte jede Spur von ihr. Nun hat ihr Lebensgefährte gestanden, die Frau getötet zu haben.

Der Mann führte die Ermittler zu einer Leiche in einem Waldstück in der Nähe. "Die Identifizierung der toten Frau steht noch aus", teilte die Staatsanwaltschaft Detmold mit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte es sich um die Vermisste handeln.

Oerlinghausen: Handy führte zum Täter

Laut "Bild" erzählte der Mann den Beamten in der Vernehmung eine abstruse Geschichte. Seine Lebensgefährtin habe ihn um die Tat gebeten. "Sie wünschte sich so sehr, dass ich sie töte. Sie hatte Todessehnsucht“, zitiert die Zeitung den Mann. Die beiden seien in den Wald gefahren, hätten miteinander geschlafen. Dann habe sie ihm selbst das Messer gegeben. In der "Lippischen Landeszeitung" bestätigt der Anwalt des mutmaßlichen Täters, dass dieser behauptet, seine Freundin auf ihr eigenes Verlangen hin getötet zu haben. Er habe sich ihrem Wunsch nicht mehr entgegenstellen wollen.

Vor knapp zwei Wochen hatte die Polizei um Hinweise zum Verbleib der Toten gebeten. Am Dienstag wurde die Wohnung des bis dahin unverdächtigen Lebensgefährten durchsucht. Dabei wurde das Mobiltelefon der Vermissten entdeckt. In der anschließenden Vernehmung habe sich der Mann in Widersprüche verstrickt und schließlich die Tötung eingeräumt.

car/DPA