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Österreich: Kampusch sagt Priklopil sei Einzeltäter gewesen

Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch hat in einem Fernseh-Interview die Einzeltätertheorie bekräftig und Spekulationen dementiert. Sie habe nur ihren Entführer Wolfgang Priklopil gesehen, sagte sie in einem am Montagabend vom ORF ausgestrahlten Gespräch.

Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch hat in einem Fernseh-Interview die Einzeltätertheorie bekräftig und Spekulationen dementiert. Sie habe nur ihren Entführer Wolfgang Priklopil gesehen, sagte sie in einem am Montagabend vom ORF ausgestrahlten Gespräch: "Da war immer nur ein Täter." Dass die Ermittlungen momentan neu aufgerollt würden, mache Sinn und sei auch in ihrem Interesse. Ob es außerhalb ihrer Kenntnis noch Mittäter gegeben hätte, werde wohl nie ganz geklärt werden.

Zu Spekulationen über mögliche Sex-Videos, die ein deutscher Zeuge im Internet gesehen haben will, sagt die 21-Jährige: "Die gibt's nicht." Auch das Gerücht, dass sie erpresst werde, stimme nicht. Vehement wandte sie sich gegen immer wieder auftauchende Mutmaßungen über die Rolle ihrer Mutter: "Meine Mutter würde ihr Kind niemals verkaufen, entführen oder einsperren lassen. Ich finde es unglaublich empörend, dass Menschen so etwas glauben können."

Kampusch war vor einigen Tagen erneut stundenlang von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. "Ich bin froh, dass so einige Missverständnisse ausgeräumt werden konnten", sagte die 21-Jährige. Ihre in der Vergangenheit als widersprüchlich bezeichneten Aussagen seien nur Missverständnisse gewesen.

DPA / DPA