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Baden-Württemberg Streit an Realschule eskaliert: 13-Jähriger soll Mitschüler niedergestochen haben

Thomas-Morus-Realschule in Östringen: Schauplatz eines Messerangriffs
Nach einem Messerangriff in der Thomas-Morus-Realschule in Östringen (Baden-Württemberg) nahm die Polizei einen 13-Jährigen fest
© Julian Bucher / Einsatzreport24 / DPA
Großeinsatz für die Polizei an einer Realschule im baden-württembergischen Östringen. Dort soll ein 13-Jähriger mehrfach auf einen gleichaltrigen Mitschüler eingestochen haben.

Ein offenbar schon seit Monaten schwelender Streit zwischen zwei 13-jährigen Schülern an einer Realschule in Östringen (Landkreis Karlsruhe) ist am Montagvormittag eskaliert. Einer der beiden Teenager soll dort seinen Kontrahenten aus der Parallelklasse mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben.

Mutmaßlicher Messerstecher ist 13 Jahre alt

Nach Angaben der Polizei wurden die Einsatzkräfte gegen 10.35 Uhr zur Thomas-Morus-Realschule im Zentrum der 13.000-Einwohner-Stadt am Rande des Kraichgaus gerufen. Herbeigeeilte Streifenwagenbesatzungen konnten den mutmaßlichen Angreifer in einem Klassenraum festnehmen. Ein Lehrer hatte ihn dort "separiert", hieß es in einer Mitteilung.

Das durch mehrere Messerstiche verletzte Opfer wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Wie es dem Jungen inzwischen geht, ist nicht bekannt.

Die Polizei, die zwischenzeitlich mit rund 60 Beamtinnen und Beamten vor Ort war, konnte das mutmaßliche Tatmesser in der Schule sicherstellen. Die Untersuchungen zum Ablauf und zu den Hintergründen der Tat laufen. Nach bisherigen Erkenntnissen bestehe schon seit Monaten ein Streit zwischen den beiden Siebtklässlern, so die Ermittler. "Nach der Pause soll der Angreifer in das Klassenzimmer seines Opfers gekommen sein und dem 13-Jährigen mehrere Stichverletzungen am Oberkörper zugefügt haben."

Betreuer kamen zur Realschule in Östringen

Ob andere der rund 700 Schülerinnen oder Schüler die Tat beobachtet haben, teilte die Polizei nicht mit. Zur ihrer Betreuung seien Seelsorger an der Schule eingesetzt worden. "Die Situation ist im Griff und die Klassen werden nun nacheinander nach Hause geschickt", sagte eine Sprecherin der Polizei am frühen Nachmittag der Nachrichtenagentur DPA.

Der mutmaßliche Täter gilt mit seinen 13 Jahren nach dem Strafgesetzbuch noch als Kind. Er ist damit als schuldunfähig, sodass kein Strafverfahren gegen ihn stattfinden wird. Als Folgen denkbar sind jedoch zum Beispiel vom Familiengericht angeordnete Maßnahmen zur Erziehung.

Quellen: Polizeipräsidium Karslruhe, Strafgesetzbuch, TStadt Östringen zur Thomas-Morus-Realschule, Nachrichtenagentur DPA


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