HOME

Schwedens Mordfall des Jahrhunderts: Wer tötete Ministerpräsident Olof Palme?

Es ist einer der großen ungelösten Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts - und ein Trauma für ganz Schweden. Der Mord an Ex-Regierungschef Olof Palme auf offener Straße gibt auch 30 Jahre danach noch Rätsel auf.

Helmut Schmidt mit Olof Palme

Olof Palme (r.) bei einem Besuch in Helmut Schmidts Privathaus in Hamburg

An einem kalten Winterabend 1986 erschießt ein Attentäter den damaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme auf offener Straße in Stockholm. Wie konnte das geschehen? Wer tötete den sozialdemokratischen Politiker? Und warum? 30 Jahre danach (28. Februar) sind die Ermittler bei der Beantwortung dieser Fragen kaum einen Schritt weitergekommen. Der Palme-Mord ist für Schweden, was für die USA der Mord an John F. Kennedy 1963 ist: der große, ungelöste Kriminalfall des 20. Jahrhunderts.

Im Keller des Polizeipräsidiums in der schwedischen Hauptstadt stapeln sich auf 275 Regalmetern Akten zu dem Attentat, das die Schweden selbst nach Jahrzehnten immer noch aufzuwühlen vermag. "Die Tat an sich war natürlich ein Riesenschock", sagt Thomas Ladegaard, der Autor des Buches "Der Palme-Mord". "Aber das Trauma besteht darin, dass der Fall nie gelöst und aufgeklärt wurde." Nach dem Verbrechen schafft Schweden sogar die Verjährungsfrist für Mord ab.

Regelmäßig taucht - oft vor dem Jahrestag - eine vermeintlich neue Spur auf, melden sich Zeugen, wollen Medien einen neuen Hinweis entdeckt haben. Dann schaltet sich die "Palme-Gruppe" ein, sechs Polizisten, die heute noch an dem Fall arbeiten. "Wir nehmen die ganze Zeit Tipps entgegen", sagt deren Chef, Hans Melander, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Letztes Jahr waren es 100, zum 30. Jahrestag werden es wohl mehr werden als sonst, meinen die Ermittler.

"Hinter ihnen tauchte ein Mann auf"

Aufregung herrscht kurz vor Weihnachten 2015, als ein Revolver auftaucht. Die bislang verschwundene Mordwaffe? Der Kriminalautor Leif GW Persson, der dem Verbrechen sogar in einer Fernsehsendung nachspürt, stand in Kontakt mit dem Absender. Doch eine Untersuchung zeigt: Der Revolver vom Typ "Smith & Wesson" ist nicht die Waffe, mit der Palme getötet wurde.

Ein gezielter Schuss aus nächster Nähe trifft den Sozialdemokraten am 28. Februar 1986, als er mit seiner Frau Lisbet auf dem Heimweg von einem Kinobesuch ist. Mit seinem Sohn und dessen Freundin hat sich das Paar den Film "Die Brüder Mozart" angesehen. "Danach wollten sie nach Hause, in die Altstadt spazieren", sagt Staatsanwältin Kerstin Skarp in Stockholm. Seinen Bodyguards hat Palme freigegeben.

Dann geschieht das bis dahin für viele Schweden Unvorstellbare: Kurz vor der U-Bahn-Station "tauchte hinter ihnen ein Mann auf", schreibt Palme-Biograf Henrik Berggren. Er schießt Palme in den Rücken. Ein zweiter Schuss streift Lisbet. Dann verschwindet der Täter in der Nacht. Von den mehr als 20 Zeugen hat keiner sein Gesicht gesehen.

"Palme hat als Regierungschef starke Gefühle geweckt"

Ganze 133 Menschen haben in den vergangenen Jahrzehnten den Mord an Palme gestanden. Keiner von ihnen ist rechtskräftig verurteilt. "Palme hat als Regierungschef starke Gefühle geweckt", sagt Skarp. Er polarisierte, hatte viele politische Feinde. Der Sozialdemokrat war starker Kritiker des Vietnamkrieges und des Apartheid-Regimes in Südafrika. All das gab Anlass zu den wildesten Spekulationen. Einige ranken sich um einen Auftragsmord der kurdischen PKK, von Waffenhändlern oder Rechtsextremen in der schwedischen Polizei.

War ein Profikiller am Werk? "Das ist schwer zu sagen", sagt Melander. Die Ermittler konzentrieren sich lange auf die Suche nach einem Einzeltäter, schildert Ladegaard. Und stoßen auf Christer Petterson. Lisbet Palme identifiziert den vorbestraften Drogenabhängigen als Täter. Vor Gericht wird er in zweiter Instanz mangels sicherer Beweise freigesprochen. Inzwischen ist er tot.

Viele sind heute noch überzeugt, dass er der Mörder war. "Der Fall ist meiner Auffassung nach in jeder Hinsicht außer der juristischen aufgeklärt", schreibt Palmes damaliger Staatssekretär Ulf Dahlsten am Montag vor dem Jahrestag in der Zeitung "Dagens Nyheter".

Viele Fehler - "ein Zeichen von Inkompetenz?"

Dafür, dass für immer ein Geheimnis bleiben könnte, was genau geschehen ist, geben viele Schweden den Ermittlern die Schuld. Denn die Beamten agierten von der Mordnacht an erstaunlich chaotisch. "Die schwedische Polizei erwies sich als inkompetenter, als man es sich jemals hätte vorstellen können", schreibt Berggren.

Der Tatort an der Ecke Sveavägen - Tunnelgatan sei nicht zügig genug abgesperrt worden, räumt Melander heute ein. Die Kugeln aus der Mordwaffe fanden Passanten. Ladegaard zufolge waren ein Jahr nach dem Mord mehr als 2000 Hinweise noch nicht ausgewertet. Ein früh veröffentlichtes Phantombild, das wohl nicht den Täter zeigte, führte zu irreführenden Hinweisen. "Viele fragten sich, ob die vielen Fehler ein Zeichen von Druck und Inkompetenz waren, oder ob die Polizei den Fall bewusst von Anfang an verpfuscht hatte", schreibt Ladegaard.

Zum 30. Jahrestag können die Ermittler jedenfalls kaum etwas Neues verkünden. Dass in den Fall plötzlich Klarheit kommt, ist auch unwahrscheinlich: Es gibt keine technischen Beweise, keine DNA, keine Fingerabdrücke. Die jetzigen Palme-Ermittler seien "eher Archivare", sagt Ladegaard. Skarp beharrt darauf, dass der Fall trotzdem noch zu lösen ist: "Das ist unser Ziel und unsere Hoffnung." Vorerst wird der unaufgeklärte Mord aber eine offene Wunde für die Schweden bleiben.

Julia Wäschenbach, DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.