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Opfer des "Maskenmanns" Gelähmt vor Angst


Das Opfer, das den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung von Martin N. gegegben hatte, hat jetzt im Prozess gegen den mutmaßlichen Dreifachmörder ausgesagt. Er sei nachts zu Hause vom "Maskenmann" sexuell missbraucht worden. Seine Schwester kam ihm zur Hilfe.

Im Prozess gegen den mutmaßlichen dreifachen Kindermörder Martin N. hat jetzt das Missbrauchsopfer ausgesagt, das den entscheidenden Hinweis zur Festnahme des "Maskenmanns" gab. Er sei als Kind Mitte der 90er Jahre von Martin N. nachts zu Hause sexuell missbraucht worden, sagte der heute 26-Jährige. "Vergessen tut man sowas ja nie." Er sei damals wie gelähmt gewesen und habe nicht einmal schreien können. Erst als seine Schwester aufgewacht sei, habe sie den Mann in die Flucht schlagen können.

"Danach ist alles ein bisschen anders gewesen, wir haben Angst gehabt, alleine zu schlafen", sagte der Zeuge. "Einfach war es für die ganze Familie nicht." Der 26-Jährige ist seither immer noch in psychischer Behandlung.

Martin N. in Hamburg gefasst

Als im Februar 2011 im Fernsehen ein Bericht über die seit Jahren erfolglose Suche nach dem Mörder des neunjährigen Dennis K. lief, erinnerte sich der Mann an eine Ferienfreizeit im Jahr 1995. Damals habe ihn ein Betreuer ausgefragt und verlangt, Skizzen von seinem Zuhause zu zeichnen.

Mit Hilfe der neuen Hinweise machten die Ermittler schließlich Martin N. in Hamburg ausfindig. Der 40-Jährige hat vor Gericht die Morde an Dennis K., Dennis R. und Stefan J. sowie mehrere Fälle sexuellen Missbrauchs gestanden.

kbe/DPA DPA

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