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Organspendeskandal an Uniklinikum: Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Im Göttinger Klinikeklat droht zwei Ärzten nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Sie sollen Patienten eine verfrühte Organspende ermöglicht und dadurch den Tod anderer Kranker verursacht haben.

Im Göttinger Organspendeskandal wird nun auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass durch Manipulationen in der Klinik in Niedersachsen Menschen andernorts gestorben seien, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Frank-Michael Laue, am Freitag. Zwei Ärzte sollen medizinische Daten manipuliert haben, um ihre Patienten auf der Warteliste für Spenderorgane nach oben zu schieben. Dadurch könnten andere Kranke, die kein Organ erhalten haben, gestorben sein.

Die Mediziner könnten nach Worten des Sprechers fahrlässig oder bedingt vorsätzlich gehandelt haben. "Die Ermittlungen stehen aber noch ganz am Anfang", sagte Laue.

Mehrere Medien hatten in den vergangenen Tagen über den Skandal berichtet. Bei den verpflanzten Organen soll es sich um Spenderlebern handeln.

Mit der Göttinger Staatsanwaltschaft ermittelt nun eine weitere Behörde gegen die beiden Mediziner. Die Anklagebehörde in Braunschweig geht bereits länger dem Vorwurf der Bestechlichkeit nach. Insgesamt werden 23 Fälle aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht.

Organspenden in Deutschland

Ein Organspender kann bis zu sieben schwer kranken Menschen helfen. Aber auch wenn alle Bundesbürger nach ihrem Tod Organe spenden wollten, könnten nicht alle Patienten gerettet werden. Nur den wenigsten möglichen Spendern können aus medizinischen Gründen nach dem Tod Organe entnommen werden.

In Deutschland gilt die Zustimmungsregelung für Organspenden. Nur wer mittels Organspendeausweise ausdrücklich einer Entnahme nach dem Tod zugestimmt hat, kommt auch als Spender in Frage. 75 Prozent der 14- bis 75-jährigen Bundesbürger stimmen einer Organspende grundsätzlich zu, allerdings haben nur 25 Prozent bislang einen Spenderausweis.

In anderen Europäischen Ländern, etwa in Österreich, ist die Widerspruchsregelung gültig, bei der es keiner gesonderten Zustimmung des potentiellen Spenders bedarf. Zum Vergleich: In Deutschland kommen 14,7 Spender auf eine Million Einwohner, in Österreich sind es 23,3. Im Schnitt sterben täglich drei Menschen, die auf den Wartelisten stehen.

juho/lin/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.