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Verurteilter Sprintstar: Eltern von Reeva Steenkamp wollen Oscar Pistorius treffen

Sie möchten die Wahrheit erfahren, und die kenne nur Oscar Pistorius: June und Barry Steenkamp wollen mit dem Paralympics-Star über den Tod ihrer Tochter Reeva sprechen.

"Ich bin sicher, dass er auch gern mit uns sprechen würde": June Steenkamp, hier mit ihrem Mann Barry während des Prozesses gegen Oscar Pistorius in Pretoria.

"Ich bin sicher, dass er auch gern mit uns sprechen würde": June Steenkamp, hier mit ihrem Mann Barry während des Prozesses gegen Oscar Pistorius in Pretoria.

Die Eltern des erschossenen Models Reeva Steenkamp wollen sich mit Oscar Pistorius zusammensetzen und über seine Tat sprechen. Der südafrikanische Sprintstar hatte seine 29 Jahre alte Freundin im Februar 2013 durch eine geschlossene Toilettentür erschossen. Vergangene Woche wurde der 27-Jährige zu fünf Jahren Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

"Ich bin sicher, dass er auch gern mit uns sprechen würde", schreibt June Steenkamp in einem Buch über ihre Sicht der Ereignisse, aus dem die britische "Times" am Montag einen Auszug veröffentlichte. "Bisher war es nicht angebracht, aber es würde uns sehr viel Last vom Herzen nehmen."

Ihr Mann Barry und sie selbst hätten weder gute noch schlechte Gefühle Pistorius gegenüber. "Die Medien erwarten von mir, dass ich Oscar feindlich gegenüberstehe, aber ich habe ihm im christlichen Sinne vergeben", heißt es in dem Buch "Reeva: A Mother's Story" (Reeva: Die Geschichte einer Mutter), das am 6. November auf Englisch erscheint. "Ich will nicht, dass er leidet, sowas habe ich nicht im Herzen."

Sie und ihr Mann wollten einfach nur die Wahrheit erfahren, schreibt June Steenkamp. Und Pistorius sei der einzige, der sie ihnen erzählen könne.

mad/DPA / DPA