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Pädophilenring Polizei setzt Ermittlungen fort


Nach erfolgreichen Razzien bei elf mutmaßlichen Mitgliedern eines Pädophilennetzwerkes, beginnt die Polizei nun mit der Auswertung des gesicherten Materials. Die Verdächtigen sind auf freiem Fuß.

Nach der Enttarnung von elf mutmaßlichen Mitgliedern eines Pädophilenrings in Aschersleben in Sachsen-Anhalt liegt vor der Polizei ein riesiger Berg an Ermittlungen.

Die inzwischen aus dem Gewahrsam entlassenen elf Verdächtigen aus Deutschland und der Schweiz sind auf freiem Fuß, bislang liegt nur der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs sowie des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials vor. Für Haftbefehle reicht das nicht. Einige Verdächtige haben ihre pädophile Neigung eingestanden, Straftaten jedoch nicht.

Die Polizei hatte drei Wohnungen durchsucht - das Material muss ausgewertet werden. Ob die Ermittlungen in der Hand einer Behörde bleiben oder ob die Zuständigkeiten aufgeteilt werden, wird ebenfalls noch geklärt.

Die Beschuldigten des am Wochenende enttarnten Pädophilenrings kennen sich nach Angaben der Ermittler aus einem Internetchat. Sie kamen auf persönliche Einladung in Aschersleben zusammen. Dort sollen sie beispielsweise gemeinsam im Zoo Kinder beobachtet und mit Hilfe einer fünfjährigen Nichte eines der Beteiligten auch angesprochen haben.

Die zunächst festgenommenen Verdächtigen im Alter von 23 bis 60 Jahren sind vorerst wieder frei. Die Polizei hat den Verdacht, dass die Gruppe international tätig geworden ist.

she/DPA DPA

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