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Pakistaner wird hingerichtet: Todesstrafe für einzigen überlebenden Mumbai-Attentäter

Ein indisches Sondergericht hat den einzigen überlebenden Attentäter der Anschläge von Mumbai am Donnerstag zum Tode verurteilt.

Eineinhalb Jahre nach den Terroranschlägen von Mumbai ist der einzige überlebende Attentäter zum Tode verurteilt worden. Richter M.L. Tahaliyani beschloss am Donnerstag in Mumbai, dem ehemaligen Bombay, das höchste Strafmaß gegen den Pakistaner Mohammed Ajmal Kasab. Dieser wurde am Montag für schuldig befunden, an den Anschlägen vom November 2008 maßgeblich beteiligt gewesen zu sein. Damals kamen 166 Menschen ums Leben.

Die Todesstrafe muss noch von der nächsthöheren Instanz, dem High Court, überprüft werden. Kasab kann auch Berufung einlegen sowie ein Gnadengesuch an die Regierung richten. Die Todesstrafe wird in Indien durch den Strang vollstreckt.

Kasab saß bei der Verkündung des Schuldspruchs mit gesenktem Kopf da und zeigte keinerlei Regung. Im Juli hatte er überraschend ein Geständnis abgelegt, das er später aber widerrief. Kasab erklärte damals, er sei gefoltert worden. Allerdings gibt es Fotos, die zeigen, wie er mit einem Gewehr in der Hand durch den Bahnhof in Mumbai geht, in dem 58 Menschen ums Leben kamen. In dem Prozess wurden mehr als 600 Zeugen vernommen.

APN/AFP