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Jahre nach der Tat: Vergiftetes Pausenbrot: 26-jähriges Opfer stirbt nach langem Leiden

Klaus. O. hat über Jahre die Pausenbrote seiner Kollegen vergiftet und ist deshalb zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Eines seiner Opfer, ein 26-jähriger Mann, ist nun nach langer Leidenszeit gestorben.

Das Unternehmen Ari Armaturen in Schloss Holte- Stuckenbrock

Horror an der Werkbank: Ein Mitarbeiter im Unternehmen Ari Armaturen in Schloss Holte-Stuckenbrock vergiftete seine Kollegen über Jahre

DPA

Der Fall von Klaus O. hat im vergangenen Jahr die Menschen im Kreis Ostwestfalen-Lippe bewegt. Der Angestellte hatte die Pausenbrote seiner Kollegen zwischen 2015 und 2018 mit lebensgefährlichen Substanzen wie Quecksilber und Kadmium vergiftet. Tatort war ein großes, mittelständisches Unternehmen in dem Ort Schloss Holte-Stukenbrock.

Klaus O. hatte die Substanzen in Pulverform heimlich auf die Brote gestreut. Drei seiner Opfer trugen schwere gesundheitliche Schäden davon. Eines von ihnen, ein 26-jähriger Mann, ist nun an den Folgen nach langem Wachkoma gestorben. Die beiden anderen leiden an irreparablen Nierenschäden.

Franziska Reich

Ein Opfer deckte die Taten auf

Aufgedeckt wurden die Taten durch eines der Opfer. Der Mann entdeckte eines Tages ein weißes Pulver auf seinem Brot und schaltete die Firmenleitung ein. Das Unternehmen ließ daraufhin eine Videoüberwachung im Pausenraum installieren. Die Aufnahmen zeigten den Schlosser dabei, wie er das Pulver auf Stullen verteilte. 

Im März 2019 verurteilte das Landgericht in Bielefeld den damals 57-Jährigen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Es stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil Klaus O. Revision vor dem Bundesgerichtshof eingelegt hat.

Gestanden hat der Vater zweier Kinder die Taten nie. Vor Gericht schwieg er. Es besteht sogar der Verdacht, dass es noch weit mehr Opfer gegeben haben könnte. Die Polizei ermittelte 21 Krankheits- und Todesfälle, die aber nicht mehr untersucht werden, der Täter schweigt weiterhin beharrlich.

Bewegender Prozess

Das Schicksal des jetzt verstorbenen Opfers hatte alle Beteiligten im Prozess tief bewegt. Die Eltern schilderten in bewegenden Worten vor Gericht, wie im Herbst 2016 der körperliche Verfall des Mannes einsetzte und wie sie damals wegen der Ungewissheit Qualen litten. Für Ärzte und Eltern war die Erkrankung zunächst rätselhaft. Viele kämpften an diesem Prozesstag mit den Tränen.

Quellen: DPA, "Neue Westfälische", "Süddeutsche Zeitung"

tis
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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.