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Für tot erklärt, aber lebendig: Die 31-jährige Flucht der Petra P.

Sie war 31 Jahre lang verschwunden, und man dachte, sie sei Opfer eines Verbrechens. Plötzlich taucht die einstige Studentin Petra P. im Alter von 55 Jahren in Düsseldorf wieder auf - so lebendig wie schweigsam. Ein Psychologe versucht zu erklären.

Die Wohnungstür von Petra P. in Düsseldorf

Einbruchsspuren sind an der Düsseldorfer Wohnungstür zu sehen. 

An der Wohnungstür und dem Rahmen sind die Abdrücke eines Brecheisens ins Holz gepresst. Es sind wohl die Spuren des Einbruchs, der die Sensation ans Licht brachte. Informatik-Studentin Petra P. verschwand 1984 im Alter von 24 Jahren spurlos aus Braunschweig. Sie galt als Mordopfer, wurde 1989 für tot erklärt. Und ist nun 31 Jahre später und 350 Kilometer entfernt in der Düsseldorfer Innenstadt wieder aufgetaucht. Als Polizisten sie wegen des Einbruchs in ihrer Wohnung aufsuchen, lüftet sie ihre wahre Identität.

Petra P. lebte unter dem Allerweltsnamen "Schneider"

Die Hausnachbarn wirken so überrascht wie ratlos: "Sie ist sehr freundlich und hilfsbereit, aber auch verschlossen. Sie lebt allein." Er habe versucht, sie kennenzulernen, berichtet ein Nachbar: "Aber sie hat abgeblockt."

Journalisten vermuten die 55-Jährige in einem unauffälligen fünfstöckigen Mehrparteienhaus an einer Hauptverkehrsstraße. Auf dem Klingelschild steht ein Allerweltsname: Schneider. In dem Haus ist nicht einmal ihr Vorname bekannt. Und auch der Paketbote schüttelt den Kopf: "Ich habe ihr noch nie etwas gebracht." Der nächste Bäcker kennt die Frau zwar vom Brötchenholen, aber mehr auch nicht.

Bei der Düsseldorfer Stadtverwaltung nicht bekannt

Mutter und Bruder waren fassungslos, als sie erfuhren, dass ihre Tochter und Schwester noch lebt. Sie haben ihr einen Brief geschrieben, sagt die Polizei. Dass sie mit offenen Armen empfangen werde. Doch Petra P. wünscht keinen Kontakt zu ihrer Familie und zur Öffentlichkeit - und schweigt zu den Gründen ihres Verschwindens.

"Sie ist hier nicht bekannt. Wir können zu ihr nichts sagen, außer, dass sie wohl einen Verstoß gegen das Meldegesetz begangen haben wird", sagt ein Sprecher der Düsseldorfer Stadtverwaltung. Für die Meldeämter sei es ganz schwierig herauszufinden, wer wirklich in einem Haus lebe.

In Deutschland unterzutauchen, scheint aller Bürokratie zum Trotz gar nicht so schwer. Die scheue Frau P. habe nicht einmal einen gefälschten Ausweis gebraucht, berichtet die Polizei. Wie sie 31 Jahre ohne Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Krankenversicherungs- und Bankkarte leben konnte, bleibt zunächst ihr Geheimnis.

Das "Ich bin mal eben Zigarettenholen"-Phänomen

Die TV-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" hatte den Vermisstenfall 1985 akribisch aufbereitet. In der ganzen Republik flimmert ihr Bild über die Fernsehschirme. Der entscheidende Hinweis aus der Bevölkerung bleibt aus. Zu der Zeit soll sie schon unter falschem Namen in einer Wohnung in Gelsenkirchen gelebt haben.

Die Polizei sagt nun: Die Frau hat das Abtauchen geplant. Es sollte so aussehen, als wäre ihr etwas zugestoßen. Gewalt oder sexuellen Missbrauch habe es in ihrer Familie aber nicht gegeben, sagt die Polizei. Nicht einmal ein Streit ist bekannt.

"Man kann aus der Ferne natürlich keine seriöse Diagnose stellen", sagt Diplom-Psychologe Gerd Zimmek in Mönchengladbach. "Es spricht aber einiges für ein bestimmtes Krankheitsbild, eine psychische Störung, die sogenannte Dissoziative Fugue. Das ist das "Ich bin mal eben Zigarettenholen"-Phänomen. Die Leute verschwinden plötzlich", berichtet der Psychologe.

War der Stress Schuld an Petra P.s verschwinden?

In Krisen- und Kriegszeiten steigen die Fallzahlen an. "Es ist eine Notfallreaktion der Seele", sagt Zimmek. Was diese Reaktion im Fall Petra P. ausgelöst haben könnte? Sie befand sich in der Endphase ihrer Informatik-Diplomarbeit, hatte sich ein sehr schweres Thema ausgesucht, wie die Ermittler damals berichteten.

Überzogene Ansprüche an sich selbst, Versagensängste und sehr viel Stress - das könnte die Situation sein, aus der Petra P. damals geflohen ist. "Und dann gibt es kein Zurück, weil sie vor Scham vergeht", vermutet Zimmek.

Frank Christiansen und Sarina Zink / DPA
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Würde diese Theorie Funktionieren ( Die Entstehung eines Universums aus einem schwarzen Loch )?
(Der Anfang der Theorie von mir ist unter dem Text der der nachvollzieungs hilfe mit einem 🙃 gekennzeichnet). Ich bin ein recht analysierendender und über mehrere Richtungen hinterfragender Menschen. Eine Theorie die mir in den sin Kamm aber die ich aus eigenemen Ermessensen erst zu grob und simple Fand aber Recht gut mit gängigenen Theorienen Einhergeht wie die (finde ich zu Erprobt stopende) Urknall Theorie, deren Ausbau wo sie durch ein höher dimensiodimensionales Schwarzes Loch aus ging und auch etwas von der multiversums Theorie. 🙃 Meine (mir imer noch zu vorkommende) Theorie geht davon das Der Urknall eine Explosion im und nicht des raumes ist, das ein extrem massereiches Schwarzes Loch das aufgrund des von mangelndem Nachschub Explodierte und durch diese kinetische Energie wie in der Urknall Theorie den Inhalt freisete. aber die Expansion des universums nicht die Ausbreitung des Raumes ist sondern viel ehr eine Zerstreuung Des Inhaltes in einem Raum stattfindet, vergleichbarear mit anderen Explosionen die Inhalt freizusetzenen. PS. ist zwar recht grob für meine persönlichpersönlichen Verhältnisse- (mache meist komplexere, effizientere und schlusvolgerungs fähigere Theorien und ist mir selber etwas schwammig ist eine meinens erachtens funktionell ergänzung zum Thema Uhrknall ) -und und verändertrt im grunde nur etwas den Blickwinkel gängiger Theorien aber in einen effektivenen und nachvollziehbaren weg. Diese Theorie ist Vorwiegend mit sipelerer hrangehensweise aufgebaut als meine anderen und dementsprechend mir etwas Unwohl sie zu veröffentlichen aber im Grunde eine meiner Meinung legitime logische Ergänzung. Was meint ihr?
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?