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Todesstrafe nach Misshandlung: Frau sperrt zehnjährige Cousine in Plastikbox – Mädchen erstickt

Sie sperrte ihre kleine Cousine in eine Plastikbox, weil sie angeblich ein Eis klaute. Das zehnjährige Mädchen erstickte darin qualvoll. Jetzt wurde die 29-Jährige zum Tode verurteilt.

Ein Mädchen sitzt traurig im dunklen Zimmer

Jahrelang musste das kleine Mädchen in Phoenix schwere Misshandlungen über sich ergehen lassen (Symbolfoto)

In Phoenix, im US-Bundesstaat Arizona, ist eine 29-Jährige zum Tode verurteilt worden. Die Frau hatte ihre zehnjährige Cousine in eine Plastikbox gesperrt, weil sie angeblich ein Eis geklaut hatte. Der Vorfall ereignete sich bereits 2011. Offenbar wurde das Mädchen zuvor bereits über Jahre hinweg auch von anderen Familienmitgliedern gequält.

Wie die "New York Post" berichtet, ist die 29-Jährige damit die 55. Frau, die in den USA in die Todeszelle muss. Ihr wird Totschlag und Kindesmisshandlung in vier Fällen vorgeworfen. Gemeinsam mit ihrem 29-jährigen Ehemann zwang sie ihre Cousine in eine Plastiktruhe. In diese gerade mal 79 Zentimeter lange, 40 Zentimeter breite und 33 Zentimeter tiefe Box musste sich das 1,30 Meter große Mädchen hineinlegen - angeblich weil es ein Eis geklaut hatte. Dort überließen sie das Kind ihrem Schicksal. Sieben Stunden später war das Mädchen tot. Wie sich im Prozess herausstellte, war es bereits über Jahre zuvor von der Familie misshandelt worden. 

Dem Bericht zufolge wurde es gezwungen, Hundefäkalien zu essen, Aluminiumdosen barfuß zu zerdrücken und heiße Saucen zu essen. Es musste Schläge und Tritte über sich ergehen lassen, wurde in einem Pool in eiskaltes Wasser getaucht und immer wieder in eine Box gesperrt.


Auch Ehemann droht Todesstrafe

Die Familie hatte zunächst behauptet, das Mädchen habe sich während eines Versteckspiels selbst in die Kiste geschlossen. Drei Verwandte sitzen wegen Misshandlungen an ihr bereits hinter Gittern. Die Mutter der zu Tode verurteilten, die auch der Vormund des Mädchens war, sitzt derzeit eine 24-jährige Haftstrafe wegen Kindesmisshandlung ab.

Das Jugendamt in beteuert, von den Misshandlungen nichts gewusst zu haben. Die Behörde in Utah jedoch, wo die Familie zuvor ihren Wohnsitz hatte, führte laut Polizei das Mädchen auf einer Liste mit misshandelten Kindern.
Dem Ehemann der Verurteilten wird im Oktober der Prozess gemacht. Auch ihm droht die Todesstrafe.


jek