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Pokerraub - Verdächtiger festgenommen: Organisator, Drahtzieher und Fahrer des Fluchtwagens

Nach dem spektakulären Pokerraub in Berlin hat die Polizei nun auch den mutmaßlichen Drahtzieher des Überfalls festgenommen.

Nach dem spektakulären Pokerraub in Berlin hat die Polizei nun auch den mutmaßlichen Drahtzieher des Überfalls festgenommen. Der 28-jährige libanesische Staatsbürger sei am Sonntagabend von Zielfahndern in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Demnach handelt es sich bei dem Verdächtigen um den mutmaßlichen Organisator, Drahtzieher und Fahrer des Fluchtwagens.

Von der Beute fehlte zunächst weiterhin jede Spur. Am Wochenende hatte die Polizei bereits zwei weitere Verdächtigen festgenommen, die direkt an dem Überfall beteiligt gewesen sein sollen. Sie hatten sich gestellt, nachdem sie zuvor in die Türkei beziehungsweise in den Libanon geflüchtet waren.

Insgesamt vier Täter im Alter von 19 bis 21 Jahren hatten nach Erkenntnissen der Polizei vor zwei Wochen das größte europäische Pokerturnier in Berlin überfallen. Mit Pistolen und einer Machete bewaffnet drangen sie in das Hotel "Grand Hyatt" am Potsdamer Platz ein und erbeuteten 242.000 Euro. Ein erster Tatbeteiligter hatte sich Anfang der vergangenen Woche gestellt und der Polizei die Namen seiner Kumpanen genannt. Ein zweiter Verdächtiger wurde kurz drauf festgenommen. Insgesamt befanden sich am Montag fünf Tatverdächtige in Haft.

Medienberichten zufolge soll eine polizeibekannte arabische Großfamilie hinter dem Verbrechen stecken. Wie die "Berliner Zeitung" am Montag berichtete, sollen sich zwei Mitglieder der Familie kurz vor dem Überfall im "Grand Hyatt" aufgehalten haben. Einer habe sogar mitgepokert. Hinweise auf die Täter soll eine andere arabische Familie der Polizei gegeben haben, die in Feindschaft mit dem ersten Clan lebt. Die Polizei hatte demnach zunächst irrtümlich einen Mann aus der verfeindeten Familie festgenommen, ihn aber später auf freien Fuß gesetzt.

AFP / AFP
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