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Berlin und Brandenburg Warnschüsse abgegeben – Polizei fasst mutmaßlichen Serienvergewaltiger

Polizei in Berlin; gesuchter mutmaßlicher Serienvergewaltiger
Die Polizei suchte mit Bilder aus einer Überwachungskamera und einem Phantombild nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger. Nun gab es in Berlin-Wannsee eine Festnahme
© Julian Stähle / DPA, Polizei Berlin
Aufatmen in Berlin und Brandenburg: Nach mehreren Vergewaltigungen hat die Polizei am Dienstagabend einen Mann festgenommen. Es handelt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft wahrscheinlich um den gesuchten Serientäter.

Rund eine Woche nach dem Beginn einer Öffentlichkeitsfahndung nach einem mutmaßlichen Serienvergewaltiger hat die Polizei in Berlin am Dienstagabend einen Verdächtigen festgenommen – er soll kurz zuvor in einem Potsdamer Waldgebiet erneut eine Frau sexuell misshandelt haben.

Beamte stellten den Mann übereinstimmenden Medienberichten (u.a. "Bild"-Zeitung, "Berliner Tagesspiegel", Rundfunk Berlin-Brandenburg) zufolge im Stadtteil Wannsee, kurz vor der Landesgrenze zu Brandenburg.

Serienvergewaltiger in Berlin und Brandenburg

Ein Polizeisprecher bestätigte dem stern am Abend eine Festnahme, wollte wegen der noch laufenden Ermittlungen zunächst jedoch keine Details nennen. Später twitterte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft, es handele sich dem Festgenommenen "nach derzeitigen Erkenntnissen um den gesuchten Serientäter". Im Verlauf des Mittwochs sollen weitere Informationen bekanntgegeben werden.

Der Mann kommt laut Polizei für die folgenden und weitere Sexualstraftaten in den vergangenen Wochen in Berlin und Brandenburg als Täter in Frage:

  • Am 22. Juni soll er am Wannsee eine Frau vergewaltigt haben.
  • Am 25. Juli sich in der Nähe des Teufelsberges im Berliner Grunewald nach Zeugenangaben ebenfalls eine Vergewaltigung ereignet haben. Alarmierte Polizisten konnten jedoch weder Opfer noch Täter ausfindig machen.
  • Am 28. Juni konnte eine angegriffene Frau vor einer möglichen Vergewaltigung flüchten.
  • Zwei weitere Taten in Kleinmachnow und in Bernau bei Berlin im Juni konnten nach Ermittlungen der Polizei demselben Täter zugeordnet werden.

"Aufgrund der sichergestellten Spuren an den Tatorten, gerichtsmedizinischen Untersuchungen sowie übereinstimmender Zeugenaussagen gehen die Ermittler davon aus, dass für die Taten ein Serientäter verantwortlich ist", teilten die Beamten Anfang Juli mit und suchten fortan mit Aufnahmen aus Überwachungskameras und einem Phantombild nach dem Verdächtigen.

Berliner Polizei konnte Verdächtigen identifizieren

Am Montag (13. Juli) konnte der Mann schließlich identifiziert werden, der Aufenthaltsort des 30-Jährigen blieb jedoch zunächst unbekannt.

Nun hat er offenbar erneut in Kleinmachnow an der Grenze zu Berlin zugeschlagen: "Der Polizei wurde am heutigen Vormittag von einer Passantin mitgeteilt, dass sie eine junge Frau im Waldgebiet angetroffen habe, welche offensichtlich unter Schock stand und angab, gerade vergewaltigt worden zu sein", erklärten brandenburgische Beamte am Dienstagnachmittag. Die alarmierten Einsatzkräfte entdeckten demnach wenig später einen Tatverdächtigen auf einem Fahrrad und forderten ihn zum Anhalten auf. Der Mann sei zu Fuß davongelaufen. "Hierbei schoss ein Kollege mehrere Warnschüsse in die Luft", so die Polizei. Der Mann sei jedoch in einen Wald entkommen.

Brandenburgische, Berliner und Bundespolizei leiteten gemeinsam eine Großfahndung ein, unter anderem kamen ein Hubschrauber, eine Drohne, Hunde und Pferde zum Einsatz – zunächst jedoch ohne Erfolg. Am Abend gelang den Beamten dann die Festnahme. Nähere Einzelheiten zu deren Umständen und zur Identität des Festgenommenen sind noch nicht bekannt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde nach seiner Erstveröffentlichung um die Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft ergänzt.

Quellen: Polizei Berlin, Polizei Brandenburg, Generalstaatsanwaltschaft Berlin,  "Bild"-Zeitung, "Berliner Tagesspiegel", Rundfunk Berlin-Brandenburg, Nachrichtenagentur DPA


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