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Polizei findet 16 Leichen: Drogenkrieg in Mexiko eskaliert

Mexiko bekommt den Drogenkrieg im eigenen Land nicht in den Griff: An verschiedenen Orten im Bundesstaat Chihuahua entdeckten Polizisten die Leichen von insgesamt 16 Menschen. Einige von ihnen wurde mit Kopfschüssen hingerichtet, andere mit mehr als 35 Schüssen niedergestreckt.

Im mexikanischen Drogenkrieg sind erneut mindestens 16 Menschen gestorben. Im Bundesstaat Chihuahua, der an die USA grenzt, seien sechs Männer mit Kopfschüssen und gefesselten Händen in einem abgelegenen Gebiet gefunden worden, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mit. Die Polizei habe am Tatort Dutzende Patronenhülsen gefunden. In der Grenzstadt Ciudad Juárez wurden ebenfalls zwei Männer erschossen aufgefunden. Beide wiesen mehr als 35 Schusswunden auf. Zwei weitere Leichen wurden in benachbarten Städten entdeckt.

In dem Bundesstaat Michoacán westlich von Mexiko-Stadt wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft sechs Leichen gefunden, darunter die einer Frau und eines Polizisten, der am Montag entführt worden war. In Mexiko tobt ein Krieg unter verfeindeten Drogenkartellen; seit Januar 2008 wurden 6400 Menschen ermordet.

Unterdessen stimmte der US-Senat am Mittwoch (Ortszeit) für ein Gesetz, das zusätzliche Mittel in Höhe von 550 Millionen Dollar (415 Millionen Dollar) für die Sicherung der Grenze nach Mexiko vorsieht. Verbesserte Grenzübergänge und zusätzliche Überwachungstechnik sollen Drogen- und Waffenschmugglern das Handwerk legen, wie Heimatschutzministerin Janet Napolitano bei einem Besuch der Grenzanlagen bei San Diego sagte. Die Ausgaben sind ein Teil des Konjunkturpakets der Regierung. Rund 270 Millionen Dollar sollen in die Modernisierung der Grenzübergänge gehen. Jeweils rund 50 Millionen Dollar sollen für neuartige Untersuchungsgeräte und für Überwachungstechnik ausgegeben werden.

AFP/DPA / DPA