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Polizistenmord von Heilbronn: Polizei sucht nach zwei Tätern

In dem Polizistenmord von Heilbronn verfolgen die Ermittler eine erste Spur: Nach neuesten Erkenntnissen wird von mindestens zwei Tätern ausgegangen - die Schüsse stammten aus zwei verschiedenen Waffen. Ministerpräsident Oettinger vermutet einen Racheakt gegen das Landeskriminalamt.

Nach dem Polizistenmord in Heilbronn gehen die Ermittler von mindestens zwei Tätern aus. Die Kugeln stammten aus zwei verschiedenen Waffen, teilte die Polizei in einer Pressekonferenz am Donnerstag mit. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte im Südwestrundfunk, möglicherweise handle es sich um einen kaltblütigen Racheakt und einen gezielten Schlag gegen die Landespolizei. Die unbekannten Täter hatten am Mittwoch eine 22-jährige Polizistin getötet und einen 24-jährigen Beamten lebensgefährlich verletzt. Es war das erste Mal seit mehr als 50 Jahren, dass in Heilbronn ein Polizist im Dienst getötet wurde. Nach Berechnungen der Gewerkschaft der Polizei sind seit Kriegsende 388 Polizistinnen und Polizisten im Dienst von Rechtsbrechern getötet worden.

"Brutalisierung hat zugenommen"

Am Tag nach dem Mord hat das Heilbronner Rathaus die Trauerfahnen gehisst. "Unser ganzes Mitgefühl gilt jetzt den Angehörigen, die einen furchtbaren Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Wir hoffen, dass der schwer verletzte Kollege der Ermordeten wieder gesund wird. Und wir denken in diesen Stunden an die Polizei in unserer Stadt, in Baden-Württemberg, die im Einsatz für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger tagtäglich Gefahrensituationen ausgesetzt ist", sagte Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Am Freitag wird er einen Kranz zum Gedenken an die Beamtin niederlegen. In Rathaus-Foyer wird ein Kondolenzbuch eröffnet, um den Heilbronnern die Möglichkeit zu geben, ihre Trauer auszudrücken. Außerdem soll am Nachmittag in der Kilianskirche ein Trauergottesdienst stattfinden.

"Die kaltblütigen Kopfschüsse, mit denen ein oder mehrere unbekannte Täter in Heilbronn die 22-jährige Polizeibeamtin ermordet und ihren 24-jährigen Kollegen lebensgefährlich verletzt hat, haben bei allen Polizeibeschäftigten im ganzen Land Entsetzen und tiefe Trauer ausgelöst", sagte Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Konrad Freiberg. Seit Jahren spürten die Polizeibeamtinnen und -beamten im täglichen Dienst eine zunehmende Gewaltbereitschaft. "Beleidigungen und tätliche Angriffe sind an der Tagesordnung. Die Brutalisierung der Gesellschaft hat zugenommen, und Straftäter sind heute eher bereit, auch über Leichen zu gehen", so Freiberg.

Vorgehen bei Kontrollen verändern

Ein schärferes Vorgehen bei Kontrollen hat nun die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ins Gespräch gebracht. Es sei möglich, dass Polizisten künftig viel häufiger mit gezogener Waffe auf Verdächtige zugingen und sie etwa vor einer Kontrolle zunächst nach Waffen durchsuchten, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende, Wolfgang Speck. "Wir müssen darüber nachdenken, ob wir nicht das Vorgehen bei Kontrollen verändern." Der Normalfall sei bisher, dass Beamte auffällige Bürger bei einer Kontrolle offen und relativ ungeschützt ansprechen. "Jeder Polizist muss inzwischen damit rechnen, in seiner Berufslaufbahn mindestens einen Angriff zu erleben." Schüsse auf Polizisten seien der Ausnahmefall, "aber Übergriffe, die Knochenbrüche zur Folge haben, so etwas kommt schon häufiger vor". Insgesamt sei die Hemmschwelle gesunken, Gewalt auch gegen Polizisten anzuwenden.

Kein Einsatzbefehl

Die beiden Polizisten gehörten der Bereitschaftspolizei Böblingen an, beide hatten ihre zweieinhalbjährige Polizeiausbildung beendet: die erschossene Beamtin seit Herbst 2005, ihr Kollege seit März 2007. Dass relativ junge Beamte gemeinsam auf Streife gehen, ist bei der Bereitschaftspolizei keine Seltenheit. Die getötete Polizistin sei seit eineinhalb Jahren immer wieder so eingesetzt worden, sagte Thomas Mürder, Leiter der Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg. Sie stamme aus einem anderen Bundesland und sei für die Einsätze abgestellt worden. Der verletzte Beamte stamme aus Sindelfingen bei Stuttgart, so Mürder.

Fest steht aber, dass die Beamten keinen Notruf abgesetzt hatten, auch gab es in den Gebiet um den Tatort keinen Einsatz. "Ob die Polizeibeamten jemanden kontrollierten oder ihnen etwas verdächtig vorkam - darüber kann bisher nur spekuliert werden", teilte ein Polizeisprecher mit. Erste Hinweise auf die Hintergründe erhoffen sich die Ermittler, wenn der Schwerverletzte wieder zu Bewusstsein kommt. Die Dienstwaffen der Polizisten - Pistolen des Typs Heckler & Koch P 2000 -, das Patronenmagazin sowie ihre Handschellen sind verschwunden.

Die uniformierten Polizisten hatten Schutzwesten an und fuhren zusammen Streife für die Aktion "Sichere City". Dabei sollten sie nur in der Heilbronner Innenstadt Präsenz zeigen und verdächtige Personen und Fahrzeuge kontrollieren. Kurz nach 14 Uhr, also erst eine Stunde nach Beginn ihres Streifendienstes, wurden die beiden blutüberströmten Beamten von einem Radfahrer bewusstlos auf der Heilbronner Theresienwiese neben ihrem Streifenwagen gefunden. Dabei wurde die 22-Jährige mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet.

Ringfahndung blieb ergebnislos

Nach der Tat löste die Polizei eine sofortige Ringfahndung aus, dabei waren mehrere hundert Polizisten im Einsatz. Sie kontrollierten Fahrzeuge an allen Stadtausgängen und auf der Autobahn, sogar die Stadtbahn wurde gesperrt und die Autofahrer wurden überprüft. In und um Heilbronn brachen der gesamte Verkehr und zeitweise einige Handynetze zusammen. Autofahrer kamen über Stunden nicht weiter.

Doch trotz der fieberhaften Suche ist die Hinweislage dünn: Weder Schüler in der Kreisberufschule, die sich gegenüber der Theresienwiese befindet, noch Aufbauhelfer, die Stände für das Maifest auf dem Festgelände montieren, wollen etwas vom Verbrechen bemerkt oder Schüsse gehört haben. Ein Polizeisprecher schränkte allerdings ein, dass schon durch den Aufbau für das Maifest der Lärmpegel auf der Theresienwiese recht hoch war. Außerdem lag der Tatort direkt an einer Eisenbahnbrücke, sodass ein Zug die Schussgeräusche überdeckt haben könnte.

Täter bewaffnet und gefährlich

Dabei hält die Polizei auch Informationen zurück - etwa, wie viele Schüsse gefallen sind, weil dies Täterwissen ist. Polizeichef Roland Eisele mahnte die Bevölkerung wachsam zu sein und keine Anhalter mitzunehmen - immerhin seien die Täter bewaffnet und gefährlich. Inzwischen hat die Polizei eine 35-köpfige Sonderkommission "Parkplatz" eingerichtet. "Wir hoffen auf Zeugenhinweise. Wertvoll sind Aussagen von Passanten, Radfahrern oder Autofahrern. Bislang haben wir sehr wenige Hinweise", sagte der Sprecher. Eine Beziehungstat schließt die Polizei aus. "Wir tappen im Dunkeln."

AP/DPA/spi / AP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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