Polizistenmorde von Kusel Juristin zu Hasskommentaren: "Auch ein Like kann zu einer Hausdurchsuchung führen"

An einer Landstraße zwischen Kusel und Ulmet wurde eine Gedenkstelle für die zwei getöteten Polizisten, Yasmin B. und Alexander K., errichtet, die am 31. Januar bei einer zufälligen Verkehrskontrolle erschossen wurden.
An einer Landstraße zwischen Kusel und Ulmet wurde eine Gedenkstelle für die zwei getöteten Polizisten, Yasmin B. und Alexander K., errichtet, die am 31. Januar bei einer zufälligen Verkehrskontrolle erschossen wurden.
© REUTERS/Heiko Becker
Bei einer zufälligen Verkehrskontrolle wurden Ende Januar im Landkreis Kusel zwei Polizisten erschossen. Im Internet verharmlosten oder freuten sich User über den Tod der Beamten. Ermittler gehen nun hart gegen die Hasskommentare vor. Ein Schritt in die richtige Richtung, findet die Juristin Josephine Ballon.

Nach dem Mord an zwei Polizisten Ende Januar im Landkreis Kusel und zahlreichen Hasskommentaren gegen die beiden Beamten, die darauf folgten, richtete das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz die Ermittlergruppe "Hate Speech" ein, die gegen die Hassschreiber vorging. Am Montag gab es nun bundesweit zahlreiche Hausdurchsuchungen bei Verdächtigen. Im Interview erklärt Josephine Ballon, Leiterin der Rechtsabteilung von Hate Aid, einer gemeinnützigen Organisation, die Opfer von digitalem Hass berät, warum ein Like in einer Durchsuchung enden kann. Und was Personen tun können, die Hasskommentare bekommen.


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