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Pressekonferenz: Mutmaßlicher Mitwisser traf sich mit dem Amokläufer

Der Amoklauf in München, bei dem am vergangenen Freitag mindestens neun Menschen starben, hat Deutschland schockiert. Nach der Festnahme eines möglichen Mitwissers stellt die Polizei nun neue Ermittlungsergebnisse vor. Die Pressekonferenz im stern-Live-Blog.

Pressekonferenz

Die Polizei München äußert sich in einer Pressekonferenz zum Ermittlungsstand nach dem Amoklauf in der bayerischen Landeshauptstadt 

Ein Amoklauf hat am Freitagabend ganz München in Angst und Schrecken versetzt. Der 18-jährige Täter schoss in und vor einem Einkaufszentrum sowie in einem Schnellrestaurant um sich, tötete neun Menschen - überwiegend Jugendliche - und schließlich sich selbst. Drei Menschen sind noch in Lebensgefahr. Insgesamt gab es laut Landeskriminalamt 35 Verletzte. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gibt es unter den Opfern keine Mitschüler des Täters. Der 18-Jährige war nach Angaben der Ermittler nach Abschluss einer Mittelschule zuletzt auf einer Fachoberschule. Er soll im Jahr 2012 von Mitschülern gemobbt worden sein.

Die Polizei geht dem dringendem Verdacht nach, dass der Amokläufer von München Mitwisser hatte. Ein Sondereinsatzkommando habe am Sonntag einen 16-jährigen Freund des Täters festgenommen, der möglicherweise wusste, dass am Freitagabend ein Amoklauf geplant war. Der 16-Jährige hatte sich bereits am Freitag unmittelbar nach dem Amoklauf mit neun Todesopfern bei der Polizei gemeldet, weil er den Täter kannte, der sich am Ende selbst erschoss. Lesen Sie in unserem Live-Blog 

Mutmaßlicher Mitwisser traf sich mit dem Amokläufer

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    - Ende der Pressekonferenz -

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Gedenkstätten vor Ort werden solange bleiben, wie es für die Menschen hilfreich ist.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    In der letzten Zeit gab es zwei Amokübungen in München.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Klares Bild eines Einzeltäters- Keine Hinweise auf eines weitere Beteiligung eines Zweittäters.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Täter und mutmaßlicher Mitwisser redeten miteinander über Amokläufe

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Keine lebensbedrohlich Verletzten mehr. Täter spielte "Counter Strike".

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Ermittlungen in keinster Weise abgeschlossen. Enge Zusammenarbeit mit dem LKA. Primäres Ziel: "Alle möglichen Gefahren aufklären und abwehren".

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Ermittlungen wegen Nichtanzeige einer geplanten Straftat gegen mutmaßlichen Mitwisser.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Mutmaßlicher Mitwisser erkannte Täter auf Video und wandte sich an die Polizei - er wurde am Freitag gegen 21.30 vernommen.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Das ist bislang unklar, Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf andere Fragen.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Frage Können sie etwas zum Computerspiele-Umfeld sagen, indem sich die Beiden bewegen? Wurden die Spiele auch in der stationären Einrichtung gespielt?

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Strafrahmen für Erwachsene bis zu 5 Jahren - Jugendstrafrecht anwendbar.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Frage: Wie lange wusste der mutmaßliche Mitwisser schon von den Plänen des Amokläufers - Was für ein Strafmaß ist möglich?

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Antwort: Eher unwahrscheinlich.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Fragen der Journalisten: Gibt es Hinweise darauf, dass das Video, das vor dem McDonalds aufgenommen wurde, von dem mutmaßlichen Mitwisser aufgenommen wurde?

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?