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Probleme mit der Giftspritze: US-Bundesstaat Tennessee erlaubt Elektrischen Stuhl

Nachdem es in den USA zu Problemen bei Hinrichtungen mit der Giftspritze gekommen ist, hat Tennessee den elektrischen Stuhl als Option wieder eingeführt. Doch auch diese Methode bleibt umstritten.

Mitlerweile im Museum: Der elektrische Stuhl mit dem makabren Spitznamen "Old Smokey".

Mitlerweile im Museum: Der elektrische Stuhl mit dem makabren Spitznamen "Old Smokey".

Als erster US-Bundesstaat hat Tennessee Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl für rechtens erklärt, sollte es Engpässe bei den Mitteln für Giftspritzen geben. Der republikanische Gouverneur Bill Haslam erließ am Donnerstagabend eine entsprechende Verfügung. Demnach bleibt die Methode zur Hinrichtung von Todeskandidaten die Giftspritze - es sei denn, ein zuständiges Gericht erklärt sie für verfassungswidrig oder der Chef der Strafvollzugsbehörden versichert dem Gouverneur, dass eine oder mehrere Ingredienzen der Giftinjektion nicht zur Verfügung stehen.

Liegen diese beiden Fälle vor, soll die Todesstrafe in Tennessee künftig mittels elektrischem Stuhl vollzogen werden. Mehrere US-Bundesstaaten erwägen ein ähnliches Vorgehen. Das US-Informationszentrum für die Todesstrafe (DPIC) wies am Freitag darauf hin, dass die Änderung der Hinrichtungsmethode im Nachhinein verfassungswidrig sein könnte. Todeskandidaten könnten gegen ihre Exekution durch den elektrischen Stuhl außerdem rechtliche Mittel einlegen und dabei auf den achten Zusatz zur US-Verfassung verweisen. Dieser verbietet jegliche "grausame und ungewöhnliche Bestrafung".

Die Strafvollzugsbehörden in den USA haben Probleme bei den Mitteln für die Giftspritzen, weil sich die europäischen Hersteller der lange verwendeten Substanzen weigern, diese weiter für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen.

amt/AFP / AFP
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