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Proteste gegen Jury-Urteil: Absicht? Auto fährt in Ferguson-Demo

Überall in den USA protestieren die Menschen friedlich gegen das Jury-Urteil von Ferguson. In Minneapolis aber schockte ein Autofahrer das Land, als er mit seinem Wagen in die Menschenmenge fuhr.

Zum Glück wurde diese Frau in Minneapolis nur leicht verletzt

Zum Glück wurde diese Frau in Minneapolis nur leicht verletzt

In bis zu 170 US-Städten protestieren Menschen gegen Polizeigewalt und das Jury-Urteil von Ferguson. Größere Krawalle sind bislang ausgeblieben. In Minneapolis, Minnesota allerdings ist es zu einem fürchterlichen Zwischenfall gekommen: Ein Auto ist, offenbar absichtlich, mitten in eine Gruppe von Demonstranten gefahren und hat dabei eine Frau überrollt. Sie kam mit leichten Verletzungen davon.

Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie der Fahrer regelrecht eine Schneise durch die Menschenmenge schlägt. Eine Frau landet dabei auf der Motorhaube, eine andere gerät unter das vordere linke Rad. Der Wagen, ein dunkler Subaru Outback, wird daraufhin von Demonstranten eingekreist, fährt dann aber einfach weiter. Kurz darauf konnte die Polizei den Fahrer stoppen und festnehmen. Laut der Zeitung "Daily Mail" wurde er von der Polizei vernommen.

Sehen Sie hier ein Video des Zwischenfalls aus anderer Perspektive

Die Proteste in den ganzen USA hatten sich aus der Kleinstadt Ferguson im Mittleren Westen bis in die Großstädte der Ost- und Westküste ausgebreitet. Anlass war die Entscheidung einer Jury, keine Anklage gegen den Polizisten Darren Wilson zu erheben, der Anfang August den 18-jährigen Michael Brown erschossen hatte. In New York ging die Polizei mit Pfefferspray gegen Demonstranten vor, die Tunnel und Brücken besetzen wollten und auf den zentralen Times Square marschierten. In Oakland bei San Francisco blockierten Demonstranten Verkehrswege. Proteste wurden auch aus Washington und Boston sowie Atlanta gemeldet.

Niels Kruse