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Prozess am Amtsgericht Köln: Gericht stoppt notorischen Gartenpinkler

Mieter dürfen nicht in ihren Garten pinkeln, hat das Kölner Amtsgericht entschieden. Ein Mann hatte trotz Abmahnung wiederholt auf den Rasen und gegen Bäume uriniert. Er muss sofort ausziehen.

Ein Mieter muss seine Wohnung in Köln räumen, weil er immer wieder in den mitvermieteten Garten gepinkelt hat. Damit habe er den Hausfrieden in dem Mehrparteien-Haus nachhaltig gestört, entschied ein Kölner Amtsrichter in einem am Freitag veröffentlichten Urteil. Geklagt hatte der Vermieter der Erdgeschosswohnung.

Nachbarn hatten den Mitmieter wiederholt dabei beobachtet, wie er auf den Rasen und gegen Bäume urinierte. Einer der Nachbarn litt nach eigener Aussage noch im siebten Stock des Hauses unter den Gerüchen aus dem Garten. Auch durch eine Abmahnung des Vermieters ließ sich der Mann nicht von seinen "Geschäften" abbringen.

Der Amtsrichter stellte daher fest, dass die Belästigung der Nachbarn den Vermieter zur fristlosen Kündigung des Mieters berechtige. Zur Gewährung einer Räumungsfrist sah der Richter keinen Anlass. Noch in der Woche, in der eine mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht anberaumt war, wurde der Mieter erneut beim Pinkeln im Garten gesehen.

fro/DPA / DPA
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