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Prozess gegen Husni Mubarak Polizeigeneral bestreitet Schießbefehl

Im Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak hat ein ranghoher Polizeibeamter ausgesagt. Er hat einen Schießbefehl im Einsatz gegen Demonstranten bestritten.

Im Prozess gegen den ägyptischen Ex-Präsidenten Husni Mubarak hat ein ranghoher Polizeibeamter einen Schießbefehl beim Einsatz gegen Demonstranten bestritten. Während seiner 30-jährigen Dienstzeit bei den Sicherheitsbehörden habe er nie von einer Anweisung gehört, scharfe Munition gegen Protestierende einzusetzen, sagte der 54-jährige Polizeigeneral Hussein Said Mohamed Mursi am Montag dem Gericht in Kairo. Der im Februar gestürzte Mubarak ist wegen des Todes von Demonstranten angeklagt, die bei den Protestaktionen gegen seine Herrschaft im Januar und Februar getötet wurden. Dabei kamen rund 850 Menschen ums Leben. Mubarak steht mit seinen beiden Söhnen, dem ehemaligen Innenminister und sechs Polizisten vor Gericht.

Der Prozess gegen Mubarak wurde am Montag von gewaltsamen Protesten begleitet. Im Gerichtssaal lösten Sicherheitskräfte ein Handgemenge zwischen Anwälten, Klägern und Mubarak-Unterstützern auf. Vor dem Gerichtsgebäude kam es zu Ausschreitungen zwischen Mubarak-Gegnern und der Polizei.

hw/Reuters/AFP Reuters

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