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Prozess gegen Jacksons Leibarzt: Murray wollte rätselhafte Creme verschwinden lassen

Im Prozess gegen den ehemaligen Leibarzt von Michael Jackson hat der frühere Assistent des King of Pop vor Gericht gesprochen. Dessen Aussagen bieten zwar kaum konkrete Fakten, rücken Murray jedoch in kein gutes Licht.

Am zweiten Tag des Prozesses gegen Michael Jacksons ehemaligen Leibarzt, Dr. Conrad Murray, kam unter anderem der frühere persönliche Assistent des Musikers zu Wort. Murray ist der fahrlässigen Tötung des King of Pop angeklagt. Der Assistent, Michael Amir Williams, sagte aus, in der Nacht von Jacksons Tod habe Murray ihn angerufen. Der Arzt sei panisch gewesen und habe von einer "schlechten Reaktion" des Popstars geredet. Murray habe Williams gebeten, sofort zum Haus des Sängers zu kommen.

Verdächtigungen und Vermutungen

Nachdem Jackson für tot erklärt worden sei, habe er ein "merkwürdiges" Gespräch mit Murray geführt, erinnerte sich Williams. "Er sagte, es befinde sich eine Creme in Michaels Zimmer (...) und er wolle nicht, dass die Welt davon erfahre", erklärte Williams. Murray habe ihn dann gebeten, ihn zum Haus zurückzufahren, um diese zu holen. Er selbst habe dies abgelehnt und vorgegeben, seine Autoschlüssel nicht bei sich zu haben.

Neben dem Assistenten sagte auch Faheem Muhammad, der frühere Sicherheitschef des King of Pop, aus. Die Kinder des Sängers seien anwesend gewesen, als Sanitäter versuchten, ihren Vater wiederzubeleben und hätten "einen Schock" erlitten, worauf sie das Zimmer verlassen mussten, berichtet dieser.

Der Prozess gegen den ehemaligen Leibarzt des Musikers hat am 27. September begonnen. Im Eröffnungsplädoyer hatte die Verteidigung behauptet, nicht ihr Mandant, sondern Jackson selbst sei Schuld an dessen Tod. Der medikamentenabhängige Star habe sich die tödliche Menge Propofol ohne das Wissen des Arztes verabreicht. Sollte Murray für schuldig befunden werden, könnte das für ihn eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren bedeuten.

hw/AFP/Bang / AFP
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