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Prozess gegen Kachelmann: Birkenstock zufrieden mit der Aussage des mutmaßlichen Opfers

Im Kachelmann-Prozesses vor dem Landgericht Mannheim ist ein zentraler Teil der Beweisaufnahme abgeschlossen. Die Ex-Geliebte des Wettermoderators Jörg Kachelmann wurde am Mittwoch nach 20-stündiger Vernehmung aus dem Zeugenstand entlassen. Kachelmanns Anwälte zeigten sich zufrieden.

Im Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann hat das Gericht die Vernehmung seiner ehemaligen Geliebten am Mittwoch beendet. Die 37-Jährige beschuldigt Kachelmann, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Da er die Vorwürfe bestreitet, ist ihre Glaubwürdigkeit entscheidend für den Ausgang des Prozesses. Die Frau war an insgesamt vier Verhandlungstagen über 20 Stunden lang befragt worden.

Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Befragung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgte. "Meines Erachtens hat die Vernehmung der Anzeigeerstatterin uns unserem Ziel, der Rehabilitierung des Herrn Kachelmann, sehr viel näher gebracht", sagte Birkenstock.

Die 37-Jährige hielt nach Angaben von Prozessbeteiligten an ihren Vorwürfen fest. "Sie wirkte sehr angespannt", sagte ein Beteiligter. Zwischendurch sei sie in Tränen ausgebrochen. Auch einer von Kachelmanns Anwälten äußerte Mitgefühl. "Das ist schon eine Tortur", sagte Verteidiger Klaus Schroth. Die Frau, die als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt, war während der Aussage von einer Videokamera gefilmt worden. Ihr Bild wurde auf eine große Leinwand projiziert, damit die insgesamt neun Gutachter ihre Mimik beobachten konnten.

Die Richter hätten sehr gründlich gefragt, sagte Schroth. Wohl auch aus diesem Grund konnte die Befragung durch die Verteidigung noch am Mittwochvormittag abgeschlossen werden. Am Nachmittag soll der Therapeut der Frau vernommen werden.

APN/DPA / DPA