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Prozess gegen Kachelmann: Verteidigung plädiert vermutlich auf Freispruch

Schlusswort im Kachelmann-Prozess: Nach der Staatsanwaltschaft hält am Dienstag die Verteidigung ihr Plädoyer. Es wird erwartetet, dass sie einen Freispruch für den wegen Vergewaltigung angeklagten Wettermoderator fordert.

Nach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen Jörg Kachelmann am heutigen Dienstag ab 9.00 Uhr die Verteidigung das Wort. Die Anwälte des wegen Vergewaltigung angeklagten Wettermoderators haben bislang keinen Zweifel daran gelassen, dass sie ihren Mandanten für unschuldig halten. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Johann Schwenn und Andrea Combé auf Freispruch plädieren werden.

Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft vier Jahre und drei Monate Haft für den Wettermoderator gefordert. Kachelmanns Ex-Geliebte habe "massive Todesangst" erlitten, hatte die Anklage unter anderem ins Feld geführt.

Eine ehemalige Freundin Kachelmanns wirft dem 52-Jährigen vor, er habe sie nach einem Beziehungsstreit mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Kachelmann bestreitet dies. Mehrere Gutachter konnten in dem mehr als acht Monate dauernden Verfahren keine klare Einschätzung zum Wahrheitsgehalt der Vorwürfe abgeben. Die Staatsanwaltschaft hält den Schweizer für schuldig und hat eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert. Das Urteil soll dann am 31. Mai verkündet werden.

mm/DPA/AFP / DPA