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Prozess gegen Verena Becker: Die Ex-Terroristin schweigt

Erst verzögerte sich der Prozessauftakt gegen Verena Becker auf Grund des großen Andrangs vor dem Gerichtssaal in Stammheim. Dann schwieg die ehemalige RAF-Terroristin beharrlich.

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker schweigt im Mordprozess zum Buback-Attentat von 1977 zum Tatvorwurf. Ihr Anwalt Walter Venedey sagte am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart: "Frau Becker möchte weder zur Person noch zur Sache derzeit weitere Angaben machen." Zuvor hatte die 58-jährige Becker, die mit großer dunkler Sonnenbrille den Verhandlungssaal betrat, lediglich einiges zu ihrer Personen gesagt.

Bei der Verlesung der Anklageschrift warf Bundesanwalt Walter Hemberger Becker vor, gemeinschaftlich mit anderen handelnd "aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch drei Menschen getötet zu haben". Becker wird vorgeworfen, an der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seinen beiden Begleitern am 7. April 1977 beteiligt gewesen zu sein. Laut Anklage soll Becker maßgeblich an der Entscheidung für den Mordanschlag, an dessen Planung und der Verbreitung der Bekennerschreiben mitgewirkt haben. Bei dem gemeinschaftlich begangenen Mord sei sie Mittäterin gewesen. Die Bundesanwaltschaft geht nicht davon aus, dass Becker selbst auf dem Motorrad saß, von dem aus Buback und seine Begleiter erschossen wurden.

Täterwissen im Notizblock

Becker sei es besonders wichtig gewesen, den Willen der damals in Stammheim inhaftierten RAF-Mitglieder um Andreas Baader durchzusetzen. Diese hatten zur Ermordung Bubacks aufgerufen. Becker, so die Anklage, "wirkte in der Gruppe auf die bedingungslose Umsetzung der Aufforderung hin und erklärte sich bereit, jeden erforderlichen Tatbeitrag zu erbringen". Sie habe am Tag vor dem Anschlag den Tatort ausgespäht oder jedenfalls ihre Komplizen dort abgeholt. Außerdem habe sie die Bekennerschreiben verbreitet.

Schließlich beruft sich die Anklage auf Notizen Beckers, in denen sie unter anderem von ihrem "Täterwissen" schreibt. Dabei habe Becker die Tat eingestanden.

Als Nebenkläger tritt der Sohn des Opfers, Michael Buback, vor dem Oberlandesgericht auf. Er ist davon überzeugt, dass Becker selbst die tödlichen Schüsse abgab. Hierfür will er im Laufe des Prozesses Beweise präsentieren. Bislang sind in dem Verfahren 17 Verhandlungstage angesetzt. Nach den Worten des Vorsitzenden Richters Hermann Wieland sind darüber hinaus weitere Termine zu erwarten. "Wir haben ein offenes Ende des Verfahrens."

swd/DAPD/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.