Prozess in Heidelberg Erpresser von Multi-Milliardär Dietmar Hopp vor Gericht


Ein 43-jähriger Transportunternehmer aus Gemmingen muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Heidelberg wegen versuchter räuberischer Erpressung von Multi-Milliardär Dietmar Hopp verantworten.

Ein 43-jähriger Transportunternehmer aus Gemmingen muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Heidelberg wegen versuchter räuberischer Erpressung von Multi-Milliardär Dietmar Hopp verantworten. Der Angeklagte soll den 69-jährigen SAP-Gründer und Mäzen des Fußballbundesligisten 1899 Hoffenheim seit Mitte August in Briefen bedroht haben. Laut Anklage verlangte der Mann 5,5 Millionen Euro.

Der nicht vorbestrafte Mann war bereits am 5. September an seinem Wohnort festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Zuvor hatte ihm ein Polizeibeamter, der sich als Fahnder nicht zu erkennen gab, im Raum Trier einen Koffer übergeben. Darin befand sich nur Papier, von den Ermittlern "Scheingeld" genannt.

Hopp, der die Polizei eingeschaltet hatte, wird bei dem Prozess nicht anwesend sein. Lediglich zwei Polizisten sollen von Richter Edgar Gramlich zum Fall gehört werden. Zunächst sind zwei Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil der Großen Strafkammer wird am (morgigen) Mittwoch erwartet.

Der Strafrahmen für versuchte räuberische Erpressung liegt zwischen einem Jahr und 15 Jahren Freiheitsentzug. Der 43-Jährige hat für den Prozess ein Geständnis angekündigt, bisher aber keine Aussage gemacht.

AP AP

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