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Prozess in Oldenburg: Staatsanwaltschaft wirft Pfleger Mord aus Langeweile vor

Ein Krankenpfleger soll schwer kranken Patienten unbefugt ein Medikament verabreicht haben, um sie dann wiederbeleben zu können. Jetzt steht er wegen Mordes vor Gericht - und das nicht zum ersten Mal.

Ein Oberarzt sah in dem Verhalten von Krankenpfleger Nils H. einen "Rettungswahn"

Ein Oberarzt sah in dem Verhalten von Krankenpfleger Nils H. einen "Rettungswahn"

Ein Krankenpfleger soll über Jahre schwer kranken Patienten auf der Intensivstation einer Klinik in Niedersachsen eigenmächtig ein Medikament verabreicht und sie so getötet haben. Wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs muss sich der 37 Jahre alte Mann seit Donnerstag vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Zu den Vorwürfen äußerte er sich beim Prozessauftakt nicht. "Ich schweige", sagte er.

Als erster Zeuge sagte ein Oberarzt der Klinik in Delmenhorst aus. Der 65-jährige Internist erklärte, der Angeklagte habe einen "Rettungswahn" gehabt. So sei der Mann in seiner Freizeit mit Genehmigung der Klinik Rettungswagen gefahren. "Er war begeisterter Rettungssanitäter." Der Pfleger habe einen guten Eindruck gemacht, es habe keinen Grund gegeben, ihn nicht einzustellen.

Es sei allenfalls auffällig gewesen, dass er häufig bei Reanimationen anwesend war. Vor allem das Intubieren von Patienten habe er gut gekonnt. Gerade jüngere Ärzte seien froh gewesen, wenn der Krankenpfleger diese Aufgabe übernahm, sagte der Internist. "Es gab keine Gedanken, zu fragen, warum er immer dabei war."

Medikament mit schweren Nebenwirkungen

Der Pfleger war für eine ähnliche Tat 2008 bereits zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Nach der Berichterstattung über den ersten Prozess schöpfte eine Frau Verdacht, deren Mutter in der Delmenhorster Klinik plötzlich gestorben war. Sie erstattete Anzeige und brachte so weitere Ermittlungen und das neue Verfahren ins Rollen.

Die Anklage wirft dem Mann vor, zwischen 2003 und 2005 fünf Patienten im Klinikum Delmenhorst ein Medikament gespritzt zu haben, das schwere Herz- und Kreislaufprobleme auslösen kann. Staatsanwältin Daniela Schiereck-Bohlmann sagte, der Pfleger habe aus Langeweile gehandelt und um seine Fähigkeiten beim Reanimieren vorzuführen. Den möglichen Tod der Patienten habe er dabei in Kauf genommen.

Eine 61-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 44 und 78 Jahren starben nach Überzeugung der Anklage wegen des verabreichten Medikaments. Bei zwei weiteren Patienten ließ sich nicht feststellen, ob sie wegen der Arznei oder wegen ihrer Vorerkrankung starben.

Anstieg bei Medikamentenverbrauch um 950 Prozent

Der Angeklagte verfolgte den Prozess am Donnerstag nahezu teilnahmslos. Beim ersten Prozess war dem Mann nachgewiesen worden, dass er einem Patienten ohne ärztliche Anordnung ein Medikament mit dem Wirkstoff Ajmalin gespritzt hatte. Nach Angaben des Oberarztes war es für den Angeklagten leicht, an die Arznei heranzukommen. Sie konnte von Pflegekräften für die Intensivstation ohne Arztunterschrift bestellt werden.

Nach Aufdecken des ersten Falls 2005 war festgestellt worden, dass der Verbrauch des Medikamentes in den Vorjahren stark angestiegen war - von 40 Ampullen in 2001 auf 380 Ampullen drei Jahre später. Auch die Todesrate stieg im Tatzeitraum. Der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann sagte, die Kammer werde sich für das Verfahren viel Zeit nehmen, es seien Termine bis 2015 angesetzt.

ono/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(