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Prozess in Rostock: Vatertags-Schläger muss knapp fünf Jahre hinter Gitter

Wegen einer Banalität ging Nils W. am Vatertag auf einen 44-jährigen Ausflügler los - und verletzte ihn tödlich. Das Landgericht Rostock hat den 25-Jährigen nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Der Angeklagte muss eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten verbüßen.

Nach einer tödlichen Prügelattacke am Vatertag hat das Landgericht Rostock einen 25-Jährigen zu vier Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Nils W. hatte am Himmelfahrtstag 2011 auf dem belebten Rostocker S-Bahnhof Warnemünde einem 44-jährigen Mann zwei tödliche Schläge versetzt. Die Richter werteten dies als Körperverletzung mit Todesfolge und Beteiligung an einer Schlägerei, wie eine Sprecherin des Gerichts am Dienstag sagte.

Ursprünglich war der Mann wegen Totschlags angeklagt. Es war ihm jedoch nicht nachzuweisen, dass er einschätzen konnte, wie gefährlich seine Schläge waren, oder dass er den Tod seines Opfers in Kauf genommen hätte. Dennoch orientierte sich das Gericht an der Strafforderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte drei Jahre und acht Monate Haft für angemessen gehalten.

Bollerwagen oder Einkaufswagen?

Dem Angriff war eine Auseinandersetzung zwischen zwei angetrunkenen Vatertags-Ausflugsgruppen vorangegangen. Als diese längst beendet schien, griff der Angeklagte den 44-Jährigen erneut von hinten an. Nach Schlägen gegen Kopf und Hals stürzte das Opfer und starb wenig später im Krankenhaus. Im Prozess zeigte sich der Angeklagte weitgehend geständig. Das Gericht hielt ihm zugute, dass er die Tat bereut und sich bei den Hinterbliebenen seines Opfers entschuldigt hat.

Zunächst hatte es geheißen, die beiden Gruppen hätten sich darüber gestritten, welche von ihnen das bessere Gefährt zum Transport ihrer Getränke dabei hatte. Die eine Gruppe war mit einem Bollerwagen, die andere mit einem Einkaufswagen unterwegs. Der Auslöser für den tödlichen Angriff blieb allerdings im Prozess ungeklärt.

mlr/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.