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Prozess um drei getötete Autohändler: Ehemaliger V-Mann muss lebenslang hinter Gitter

Lebenslänglich - so lautet das Urteil des Landgerichts Frankenthal im Prozess um die Ermordung von drei georgischen Autohändlern. Angeklagt waren ein Somalier und der Iraker Talib O., ein früherer V-Mann des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts.

Im Prozess um die Ermordung von drei georgischen Autohändlern hat das Landgericht Frankenthal die beiden Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Falle des Angeklagten Talib O. entschieden die Richter am Montag zudem auf eine besondere Schwere der Schuld, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.

Nach Überzeugung der Richter brachten der Somalier Ahmed A. und der Iraker Talib O., der früher ein V-Mann des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamtes war, am 30. Januar 2008 in der Nähe von Heppenheim an der Bergstraße die drei Georgier gemeinschaftlich um und raubten sie aus. Die Leichen der Männer, die einen fünfstelligen Bargeldbetrag bei sich hatten, waren Ende Februar 2008 in einem Altrheinarm bei Mannheim gefunden worden.

Die beiden Angeklagten beschuldigten sich gegenseitig. Die ursprünglich für den frühen Nachmittag angekündigte Urteilsverkündung hatte sich verzögert, weil die Verteidigung von Ahmed A. in letzter Minute einen Befangenheitsantrag gegen einen der Richter gestellt hatte, der jedoch abgelehnt wurde.

AP/DPA / AP / DPA
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