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Prozess um getöteten Mirco Angeklagter bestreitet Besitz von Kinderpornos


Olaf H. ist wegen dem Mord an einem Zehnjährigen angeklagt. Ein Motiv hat er bis jetzt nicht geliefert, stattdessen immer wieder neue Varianten des Falls. Das er vehement bestreitet auf einem Computer der Familie gefundene kinderpornografische Inhalte gehörtem ihm, führte zu ersten Spekulationen.

Im Prozess um die Ermordung des zehnjährigen Mirco ist das Gericht einer seit Wochen kursierenden Spekulation nachgegangen. Es geht um die Frage, ob der Angeklagte mit einem falschen Geständnis möglicherweise ein Familienmitglied schützt. Das Krefelder Landgericht lud überraschend zwei Ex-Frauen des mutmaßlichen Mörders Olaf H. erneut in den Zeugenstand. Hintergrund ist, dass auf einem Computer im Haus des Angeklagten Pornografie mit Minderjährigen gefunden worden war. Der Angeklagte hatte stets bestritten, dass die Bilder von ihm stammen.

Eine der Frauen hatte zudem ausgesagt, sie könne sich vorstellen, dass Olaf H. mit seinem Geständnis jemanden schütze. Sie habe dafür aber keinen konkreten Anhaltspunkt, sondern könne sich einfach nicht vorstellen, dass ihr Ex-Mann den Mord begangen haben könne, erläuterte sie am Montag bei ihrer erneuten Vernehmung. Auch der Vorsitzende Richter Herbert Luczak betonte, das Gericht habe keinen konkreten Anhaltspunkt dafür, dass die Spekulation zutreffen könne. Für Zeugenaussagen zum Intimleben des betreffenden Familienmitglieds schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus.

Seit zwei Monaten steht Olaf H. vor dem Krefelder Landgericht, angeklagt als der Mann, der den zehnjährigen Mirco aus Grefrath am 3. September 2010 auf dessen Nachhauseweg entführt, missbraucht und ermordet haben soll. Olaf H. hat zehn Varianten des Geschehens abgeliefert. Bis zum Mord war er strafrechtlich unbescholten und unauffällig.

ono/DPA DPA

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