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Prozessauftakt in Hildesheim: Mutter soll sexuellen Missbrauch der Tochter gefilmt haben

Acht Jahre lang soll ein heute 14-jähriges Mädchen vom Lebensgefährten seiner Mutter immer wieder vergewaltigt worden sein. Statt zu helfen, soll diese den Missbrauch noch unterstützt haben.

Die Angeklagte Anke B. beim Prozessauftakt in Hildesheim

Die Angeklagte Anke B. beim Prozessauftakt in Hildesheim

Eine 36 Jahre alte Erzieherin aus Niedersachsen soll jahrelang den Missbrauch ihrer eigenen Tochter fotografiert und gefilmt haben. Gemeinsam mit ihrem 47 Jahre alten Lebensgefährten, der das Mädchen acht Jahre lang sexuell missbraucht haben soll, muss sich die Frau seit Montag vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Die Frau hatte auch als Tagesmutter gearbeitet. Zum Prozessstart wurde die Öffentlichkeit vom gesamten Verfahren ausgeschlossen, um die Intimsphäre des Opfers zu wahren, das inzwischen 14 Jahre alt ist.

Die Straftaten ereigneten sich von 2005 bis 2013, das Opfer war zu Beginn fünf Jahre alt. In der Wohnung lebten noch drei weitere Kinder. Alle vier Kinder befinden sich momentan in der Obhut der Jugendbehörden.

Mutter soll Aweisungen gegeben haben

Der Angeklagte soll zudem über Internet-Tauschbörsen kinder- und jugendpornografische Schriften erworben und teilweise auch weiterverbreitet haben. Auf seinem Computer fanden die Ermittler mehr als 3000 solcher Bild- und Videodateien.

Nach den bisherigen Ermittlungen machte die Mutter von 2005 bis 2007 in sieben Fällen Aufnahmen davon, wie ihr Lebensgefährte das Mädchen im heimischen Schlafzimmer sexuell missbrauchte. Im Hintergrund sei die Stimme der Frau zu hören, hieß es. Sie habe Handlungsanweisungen gegeben. Zum Motiv habe die Frau erklärt, sie sei ihrem Lebensgefährten hörig. Zu welchen Zwecken das Paar die Aufnahmen genutzt hat, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

ono/DPA / DPA
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