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Prozessauftakt: Mutmaßlicher Serienvergewaltiger steht vor Gericht

Am Montag hat vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen einen jahrelang gesuchten Serienvergewaltiger begonnen. Der 46-jährige Familienvater aus Altenahr in der Eifel hatte im Ermittlungsverfahren gegenüber der Polizei gestanden, in den vergangenen 20 Jahren rund 1000 Sexualdelikte begangen zu haben.

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat am Montag vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess um eine spektakuläre Vergewaltigungsserie begonnen. Der 46-jährige Angeklagte räumte die ihm zur Last gelegten Taten ein. Es tue ihm leid, sagte der Familienvater aus Rheinland-Pfalz. Der Mann hatte bereits bei seiner Vernehmung durch die Polizei ein umfassendes Geständnis abgelegt. Ihm werden Vergewaltigung oder versuchte Vergewaltigung in neun Fällen vorgeworfen.

Am ersten Verhandlungstag berichtete die leitende Ermittlerin der Polizei von den Vernehmungen. Der Angeklagte weinte mehrmals während ihrer Aussage. Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann über die Gewalttaten hinaus mehr als 15 Jahre lang in Deutschland, aber auch in Belgien und in den Niederlanden mit exhibitionistischen Handlungen und der sogenannten Mitleidsmasche sein Unwesen getrieben.

Der Schlosser hatte dabei eine schwere Körperbehinderung vorgetäuscht. Mit dieser Mitleidsmasche soll er mehrere hundert Frauen überredet haben, ihn sexuell zu befriedigen. Insgesamt soll er diesen "Trick" mehr als 1000 Mal versucht haben. Ein Straftatbestand liegt allerdings laut Staatsanwaltschaft in diesen Fällen nicht vor.

Dem Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft. Der Vorsitzende Richter sagte, die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus werde in Erwägung gezogen. Für den Prozess sind bislang drei Verhandlungstage angesetzt. Ende Oktober soll das Urteil verkündet werden.

APN/DPA / DPA
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