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Prozessbeginn verzögert sich: RAF-Terroristin Verena Becker vor dem OLG in Stuttgart

Der Prozessbeginn im Fall Verena Becker verzögert sich aufgrund des großen Besucherandrangs. Der ehemligen RAF-Terroristin wird Neihilfe am Mord von Siegfried Buback vorgeworfen.

Der Beginn des Prozesses gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker verzögert sich. Grund sei der große Besucherandrang, hieß es am Donnerstagmorgen aus dem Gericht in Stuttgart-Stammheim. Geplant war der beginn für 9 Uhr 15.

Die frühere RAF-Terroristin muss sich vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft der 58-jährigen vor, Mittäterin bei der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seinen Begleitern am 7. April 1977 in Karlsruhe gewesen zu sein. Zwei Mitglieder des Mordkommandos hatten dem Dienstwagen Bubacks damals auf einem Motorrad aufgelauert.

Die Bundesanwaltschaft geht nicht davon aus, dass Becker selbst auf dem Motorrad saß. Die Anklage wegen Mittäterschaft begründet sie damit, dass die damals 24-Jährige bei der Entscheidung über den Anschlag, der Planung sowie dem Versand der Bekennerschreiben eine maßgebliche Rolle gespielt haben soll. Grundsätzlich können solche Tatbeiträge für eine Mittäterschaft ausreichen. Der Bundesgerichtshof kam in seiner Entscheidung über den Haftbefehl jedoch zu dem Ergebnis, Becker sei allenfalls der Beihilfe an dem Attentat verdächtig, und ordnete im Dezember 2009 ihre Freilassung aus der Untersuchungshaft an.

DPA / DPA