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Prügelattacke am Alexanderplatz: Übergriff war womöglich rassistisch motiviert

Am Neptunbrunnen in Berlin ist ein Westafrikaner brutal zusammengeschlagen worden. Die beiden Täter wurden kurz darauf gefasst. Der Überfall könnte ein rassistisches Motiv haben.

Bereits Ende Juni kam es am Neptunbrunnen in Berlin zu einem Zwischenfall. Ein 31-jähriger Berliner wurde durch den Schuss eines Polizisten tödlich verletzt.

Bereits Ende Juni kam es am Neptunbrunnen in Berlin zu einem Zwischenfall. Ein 31-jähriger Berliner wurde durch den Schuss eines Polizisten tödlich verletzt.

Ein aus dem westafrikanischen Guinea stammender Mann ist am Dienstag in Berlin brutal zusammengeschlagen worden. Der 48-Jährige erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Die beiden Angreifer wurden festgenommen. Der Mann sei nach ersten Erkenntnissen rassistisch beleidigt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Der Mann wurde am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte von den zwei möglicherweise rassistisch motivierten betrunkenen Männern attackiert. Als mehrere Passanten dem 48-Jährigen zu Hilfe eilten, flüchteten die Angreifer. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnten die beiden 23 und 33 Jahre alten Männer kurze Zeit später am S-Bahnhof Alexanderplatz festgenommen werden.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) würdigte das Eingreifen der Passanten. "Vermutlich wäre das Opfer vor Ort totgeprügelt worden, wenn die Passanten nicht so mutig und beherzt eingegriffen hätten", erklärte Henkel. Es handele sich "um einen außergewöhnlichen Fall von Zivilcourage". Den mutmaßlich rassistisch motivierten Überfall nannte er eine "unerträgliche Tat". Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Am 30. Juni erst stand der Neptunbrunnen in der Öffentlichkeit, als ein bewaffneter, nackter Mann von einem Polizisten erschossen wurde. Das Video tauchte im Anschluss im Internet auf und wurde auf der Social-Media-Plattform Facebook mehrfach geteilt. Nach dem Zwischenfall ist die Kritik an der Polizei und deren Waffeneinsatz lauter geworden.

jat/AFP/AFP
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